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Auswandern nach Dubai

 
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civicone



Anmeldungsdatum: 12.05.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: So Mai 25, 2008 6:16 pm    Titel: Auswandern nach Dubai Antworten mit Zitat

Hallo,

ich plane mit meiner Freundin nach Dubai auszuwandern und uns stehen da noch einige wichtige Fragen im Weg, die ich hoffe, mit Eurer Hilfe geklärt zu bekommen.

Vielleicht kurz zu uns: wir sind freiberufliche Übersetzer und wollen einfach da hin auswandern. Wir wollen kein Unternehmen gründen, sondern einfach unsere bestehenden Kunden von dort aus bedienen und einfach dort freiberuflich arbeiten. Wir hätten also kein Angestelltenverhältnis, gründen aber auch kein Unternehmen. Wir wollen also quasi nur die Annehmlichkeiten des Lebens dort genießen. Und da fangen die Fragen auch schon an:

1. Weiß jemand, welche Bestimmungen und Voraussetzungen es gibt, um ein dauerhaftes Visum zu bekommen? Natürlich wieder in unserem speziellen Fall...

2. Muss man Startkapital einbringen, wenn man kein Unternehmen gründet, sondern nur dort leben will und wenn ja in welcher Höhe?

3. Wie sind die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Deutschland?

Natürlich haben wir noch mehr Fragen, aber immer schön eins nach dem anderen... Laughing

Ich freue mich über jede konstruktive Anregung oder Hilfestellung! Danke schonmal an alle!
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Siggi!
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2005
Beiträge: 3102
Wohnort: Autonome Republik Krim, UA

BeitragVerfasst am: So Mai 25, 2008 6:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Zitat:
Wir wollen also quasi nur die Annehmlichkeiten des Lebens dort genießen

Darf ich mal fragen welche Annehmlichkeiten dies sind? Wenn es steuerliche Gründe hat: Das DBA mit Deutschland läuft im August aus und wird in dieser Form wohl nicht verlängert werden. Somit sind dann nach §49 EkStG auch alle Ergebnisse selbständiger Arbeit, die in D verwertet werden, in D steuerpflichtig. Sind also Eure Auftraggeber deutsche Firmen, zahlt ihr weiter in Deutschland die Steuern.
Zitat:
3. Einkünfte aus selbständiger Arbeit ( § 18 ), die im Inland ausgeübt oder verwertet wird oder worden ist, oder für die im Inland eine feste Einrichtung oder eine Betriebsstätte unterhalten wird;


Gruß
Siggi

_________________
"Die Kunst der Besteuerung liegt darin, die Gans so zu rupfen, dass sie unter möglichst wenig Geschrei so viele Federn wie möglich lässt." Jean Baptiste Colbert
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civicone



Anmeldungsdatum: 12.05.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: So Mai 25, 2008 7:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Siggi,

danke schonmal für die Antwort. Interessant zu wissen, das mit dem DBA... Schicke Sache das mit den Steuern... Genau um die Geschichte geht es im Großen und Ganzen...Wenn man sich mal anschaut, was in Deutschland noch übrig bleibt, schaut man eben nach Alternativen.

Aber trotzdem bleiben die Fragen, die ich schon gestellt habe...

Sind trotzdem Punkte, die uns interessieren, so schnell lassen wir uns nicht entmutigen... Razz
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Siggi!
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2005
Beiträge: 3102
Wohnort: Autonome Republik Krim, UA

BeitragVerfasst am: So Mai 25, 2008 7:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es nur um die Steuern geht, gibt es m.E. andere Länder, die auch niedrige (oder null) Steuern und zudem günstigere Lebenshaltungskosten haben und wo ungläubige (das unterstelle ich einfach mal) Ausländer nicht so benachteiligt sind wie in den VAE.

Gruß
Siggi

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kurtchen



Anmeldungsdatum: 08.07.2005
Beiträge: 418
Wohnort: nach 5 Jahren Beneluxländer in Köln gelandet

BeitragVerfasst am: So Mai 25, 2008 7:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

civicone hat Folgendes geschrieben:
Hallo Siggi,

geht es im Großen und Ganzen...Wenn man sich mal anschaut, was in Deutschland noch übrig bleibt, schaut man eben nach Alternativen.

Razz


Wohl wahr, aber da gibt es genug steuerliche Alternative in der EU.
Deutschland ist uebrigens keineswegs ein EU Hochsteuerland wie
die skandinavischen Länder oder Belgien.
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Siggi!
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2005
Beiträge: 3102
Wohnort: Autonome Republik Krim, UA

BeitragVerfasst am: So Mai 25, 2008 8:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wohl wahr, aber da gibt es genug steuerliche Alternative in der EU.

Wenn man will auch dort: Slowakei und Tschechien beispielsweise. Aber von 0 Steuer ist man selbst da noch ein wenig entfernt. Aber es gibt in Lateinamerika Länder mit sehr geringer oder keiner Einkommensteuer (Uruguay, Paraguay). In Paraguay sind Auslandseinkünfte vollständig steuerfrei.

Zitat:
Deutschland ist uebrigens keineswegs ein EU Hochsteuerland wie

Meine ausgeschütteten GmbH Gewinne wurden seinerzeit mit über 50% belastet. Der Gedanke, dass woanders dies noch teurer wäre, hatte mir wenig Trost gespendet. Jetzt in meiner Wahlheimat zahle ich durchschnittlich weniger als 5%. Hätte ich nicht noch die GmbH in D, dann könnte ich unter 1% kommen.

Gruß
Siggi

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DaniDubai



Anmeldungsdatum: 09.08.2009
Beiträge: 3
Wohnort: Dubai

BeitragVerfasst am: So Aug 09, 2009 12:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Siggi! hat Folgendes geschrieben:
Hallo

Zitat:
Wir wollen also quasi nur die Annehmlichkeiten des Lebens dort genießen

Darf ich mal fragen welche Annehmlichkeiten dies sind? Wenn es steuerliche Gründe hat: Das DBA mit Deutschland läuft im August aus und wird in dieser Form wohl nicht verlängert werden. Somit sind dann nach §49 EkStG auch alle Ergebnisse selbständiger Arbeit, die in D verwertet werden, in D steuerpflichtig. Sind also Eure Auftraggeber deutsche Firmen, zahlt ihr weiter in Deutschland die Steuern.
Zitat:
3. Einkünfte aus selbständiger Arbeit ( § 18 ), die im Inland ausgeübt oder verwertet wird oder worden ist, oder für die im Inland eine feste Einrichtung oder eine Betriebsstätte unterhalten wird;


Gruß
Siggi


Hallo Siggi,

du bist zwar Moderator hier und machst deine Sache auch sehr gut, was Ordnung halten betrifft. Allerdings finde ich es nicht so gut, wenn du Ratschlaege erteilst, ohne dich wirklich gut auszukennen.

Was Dubai betrifft, muss ich sagen, was die beiden da vorhaben klappt sowieso nicht. Und nicht wegen Steuern. Wenn man auswandert, muss man sich in Deutschland innerhalb von zwei Wochen abmelden. (man kann es auch lassen, aber eigentlich begeht man damit eine Ordnungswidrigkeit). Mit der Abmeldung des Wohnsitzes und Anmeldung im Ausland faellt jegliche Steuerzahlung an Deutschland sowieso weg. Abkommen hin oder her.

So, mal zu den Fragen der zwei:

Hier in Dubai bekommt man entweder ein Touristenvisa, welches max. 60 Tage gilt und ich glaube offiziell einmal verlaengert werden kann. Bin ich mir aber nicht sicher, weil wir im ersten Jahr immer ueber die Grenze zum Oman unser Visa verlaengert haben. Das ging damals und heute glaub ich auch noch problemlos.

Problematisch wird es wenn man hier arbeiten will. Das ist mit Tourivisa verboten. Du brauchst ein Residenzvisa, welches man nur bekommt, wenn du einen Arbeitgeber hast, oder wenn du eine eigene Firma gruendest.

Die Lebenserhaltungskosten sind mittlerweile aehnlich denen in Deutschland. Vielleicht bissel weniger, wenn du in preiswerte Geschaefte gehst.
Was Klamotten und sonstige Dinge ausser Lebensmittel betrifft, geht es hier von billig beim Chinesen bis sehr teuer beim Designer.

lg dani
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rabiene



Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 2012
Wohnort: ehem. Koeln am Rhein

BeitragVerfasst am: So Aug 09, 2009 3:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dani, auch dieses Post ist von Mai 2008...und so wie ich Siggi kennen wuerde er nicht ueber irgendwas schreiben wovon er keinerlei Ahnung hat...
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DaniDubai



Anmeldungsdatum: 09.08.2009
Beiträge: 3
Wohnort: Dubai

BeitragVerfasst am: Mo Aug 10, 2009 5:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Was haben solche Unterstellungen mit dem Datum zu tun? Rolling Eyes
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rabiene



Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 2012
Wohnort: ehem. Koeln am Rhein

BeitragVerfasst am: Mo Aug 10, 2009 7:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann keine Unterstellungen finden. Rolling Eyes ...aber wie dem auch sei...den O-postern wird dein Feldzug gegen Siggi und fuer Dubai wohl nach ueber 1 jahr nicht mehr helfen...
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Siggi!
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2005
Beiträge: 3102
Wohnort: Autonome Republik Krim, UA

BeitragVerfasst am: Di Aug 11, 2009 4:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Mit der Abmeldung des Wohnsitzes und Anmeldung im Ausland faellt jegliche Steuerzahlung an Deutschland sowieso weg. Abkommen hin oder her.

Das ist leider so nicht richtig. Wenn eine freiberufliche Tätigkeit für Kunden in Deutschland ausgeübt wird, also das Ergebnis der Arbeit in DE verwertet wird, kann sich bei Verzug in eine Steueroase eine Steuerpflicht in DE nach 49 EkStG ergeben. Das kommt es dann sehr auf die Gestaltung des Einzelfalls an. Der Fiskus hält sich dann natürlich an den Kunden in DE und verlangt vom ihm Sicherheitsleistungen. Für gewöhnlich dauert es auch einige Zeit, bis dieses Problem auftritt. Es wird für gewöhnlich erst bei der nächsten Steuerprüfung des Kunden zu Tage treten. Es gibt viele Vorschriften, die den Verzug in Steueroase aus steuerlicher Sicht wesentlich erschweren können. Viele dieser Regeln kann man bei geeigneter Gestaltung (Vorschaltung von ausländischen Kapitalgesellschaften, etc.) umgehen. Im Falle eines steuerlichen motivierten Wohnsitzwechsels in Gebiete mit niedriger Besteuerung und ohne DBA ist eine steuerliche Beratung (die wir hier nicht leisten können und wollen) in DE vor dem Verzug ins Ausland ratsam.

Zum Einlesen in die Thematik empfehle ich:
http://www.prof-bader.de/pdf/steuertip3801.pdf
(Siehe dort insbesondere Kapitel 3: Verbleibende Steuerpflicht in DE).

Gruß
Siggi

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