Panama - wie lebt es sich da?

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carlcromwell
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Beitrag: #47010 carlcromwell
Mi Jul 04, 2012 3:08 pm

Siggi! hat geschrieben:
Wenn ich mir die Immobilienpreise auf der Krim so anschaue, dann kann ich diese Preise schon deutlich höher als in den günstigen Regionen in DE. Wenn ich dann noch viel das niedrigere Durchschnittsgehalt berücksichtige, dann kann man die Preise hier nur als teuer empfinden.


Der Vergleich ist hier ein anderer. Wenn man die 3 USD Einkommen hier in Panama in Relation zu den Preisen setzt ist es fuer die Locals auch teuer. Noch viel schlimmer ist das auf den Turks Inseln, wo der Stundenlohn auch nur 5 USD betraegt. Wir sind hier aber auf einem Forum fuer deutsche Auswanderer dachte ich. Die generieren ihr Einkommen sicher nicht lokal in den jeweiligen Laendern wie Panama, Costa Rica, Kolumbien oder Nicaragua.

Ich wollte lediglich meine Erfahrungen weitergeben und ein wenig zur Diskussion beitragen.

carlcromwell
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Beitrag: #47099 carlcromwell
Fr Jul 13, 2012 12:35 am

Mal ein Update zum Real Estate Markt:
Habe ein wenig die Anzeigen in den normalen Tageszeitungen durchblaettert. Dort werden Wohnungen in der City auch schon deutlich billiger angeboten als die 1000-1500 USD /m2 die man auf den Werbetafeln und in den Hochglanzprospekten zu sehen bekommt. Leider ist mein Spanisch noch nicht gut genug um das selbststaendig zu besichtigen und zu verhandeln. Wenn mein Business Partner aus Kolumbien hier ist gehen wir das mal richtig an.
Dann bin ich mal etwa 20 Minuten aus der Stadt rausgefahren. Total anderes Bild, lauter kleine Haeuser die bunt angemalt sind und viel gruen. Hat mich sofort an laendliche Gegenden in Jamaika erinnert. Dort gibts ein Haus uebrigens fuer den Gringo schon fuer 50.000 Dollar. Moechte nicht wissen was die wirklich wert sind.

Zur Kriminalitaet:
Die ist wirklich enorm. Nur mal so was ich in 2 Wochen erlebt habe: Wollte am Schwarzmarkt Zigaretten kaufen. Handle einen Preis fuer ne Stange Marlboro aus. Dann haut mich ein anderer an und will mir irgendwelche Fruechte verkaufen. Nachdem ich mich umgedreht und den Typen abgewimmelt habe zahle ich meine Stange Zigaretten die bereits verpackt war. Hat mich am Schwarzmarkt nicht verwundert. Als ich im Taxi war und das Packerl aufmache stelle ich fest, dass ich Billigkippen aus Indien erhalten habe. Bin natuerlich sofort zurueck aber der Typ mit seinem Stand war schon verschwunden. Beim naechsten Mal habe ich das cleverer gemacht. Die Aktion ist mir total unverstaendlich. Raucher und Drogenabhaengige sind ja die besten Kunden - die kommen immer wieder.

Die Polizei zockt einen ebenfalls ab. Ich sass vor einem Supermarkt und habe einen 6er Corona getrunken als mich Cops vollquatschen das sei verboten. Nach Zahlung von 20 Dollar durfte ich weiter trinken.

Ich steige in ein Taxi, handle den Fahrpreis von 4 auf 1,50 Dollar herunter. Neben mir sitzt ein schwarzer Crackhead. Ist eigentlich eine ganz normale Siatuation fuer mich mit mehreren in einem zu fahren wie auf der Insel. Auch die drogenabhaengigen Schwarzen gibt es dort zu Genuege, habe da keine Beruehrungsaengste. Auf den Turks kann ich auch nachts zu Fuss durchs Ghetto laufen und mit den Boyz ein Bier trinken. Nach etwa 10 Minuten holt der Typ ein Messer raus. Der konnte gar nicht schauen wie schnell ich seinen arm im Griff hatte und aus dem Taxi gesprungen bin. Das hat mir einen Aufenthalt im San Fernando Krankenhaus eingebracht. Das KKH ist uebrigens super. Haben mir gleich einen Uebersetzer zur Seite gestellt der mit mir die Abteilungen der Notaufnahme durchlaufen hat. Modernste Technik, Geraete alle von US Unternehmen. Ist vom Standard her kein Vergleich zur Karibik oder Osteuropa. Gluecklicherweise nur Schuerfwunden und Prellungen. Keine Brueche oder Hirnschaeden. Ich frage mich nur, wieso die das versucht haben. Mit meinem Schlabberlook, unrasiert, langen Haaren und ner Plastikuhr am Arm sehe ich wirklich nicht aus wie jemand der Geld hat. Habe daraus gelernt und mich nun bewaffnet und einen Mietwagen genommen. Dazu habe ich ein Bankkonto bei HSBC aufgemacht um beim nachsten Besuch nicht immer so viel Geld rumschleppen zu muessen.

Das Leben hier ist nicht einfach, man muss wirklich extrem vorsichtig sein.

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henry
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Beitrag: #47102 henry
Fr Jul 13, 2012 1:38 am

carlcromwell hat geschrieben:Mit meinem Schlabberlook, unrasiert, langen Haaren und ner Plastikuhr am Arm sehe ich wirklich nicht aus wie jemand der Geld hat. Habe daraus gelernt und mich nun bewaffnet


in Ciudad de Panamá bewaffnet rumzulaufen, ist natuerlich ausgesprochen originell, zumal, wenn man, wie du ja von dir berichtest, vor den Supermaerkten Alkohol konsumiert und dadurch die Polizisten provoziert.

Mann, Mann...
Gruesse Henry

carlcromwell
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Beitrag: #47104 carlcromwell
Fr Jul 13, 2012 1:58 am

henry hat geschrieben:
zumal, wenn man, wie du ja von dir berichtest, vor den Supermaerkten Alkohol konsumiert und dadurch die Polizisten provoziert.

Mann, Mann...


Ist das etwa wirklich verboten? Ich ging bisher davon aus, dass die mich abzocken wollen. Wir sprechen hier ja nicht von New York und den Restricted States of America.

Und denk immer daran: "white snake bites back" ;)

carlcromwell
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Beitrag: #47151 carlcromwell
Fr Jul 20, 2012 1:28 am

So ich musste mal nen Abstecher nach Hamburg machen um auf nen Geburtstag zu fliegen. Im August gehts entweder direkt nach Panama oder erst auf die Turks um meine Segelyacht nach Panama zu verlegen.

Werde in jedem Fall eine Aufenthaltsgenehmigung in Panama beantragen. In dem Land kann man definitiv viel Geld verdienen, was in der Karibik sehr schwer ist. Hab bereits eine Onshore und eine Offshore Unternehmensgruendung am Laufen.

El Mexicano
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Beitrag: #53513 El Mexicano
Sa Mär 15, 2014 8:47 pm

Komm, wir geh'n nach Panama -

Montag,
17. März 2014 20:10 Uhr

Deutschland, das "Land der Dichter und Denker", gilt als Eldorado für
Kulturschaffende und als Musikerparadies. Und das scheint magische
Anziehungskraft zu besitzen. Doch es gibt auch deutsche Musiker, die ihr Glück
lieber fern der Heimat suchen. Lesen Sie mehr unter:


http://www.deutschlandfunk.de/fernweh-k ... _id=278368


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