Der Bürgerkrieg in Mexiko

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Siggi!
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Beitrag: #56024 Siggi!
Di Nov 18, 2014 5:47 pm

orly hat geschrieben:Inzwischen ist die Situation in Mexiko weiter ausser Kontrolle geraten.

Wie nennt man die Situation in Mexiko?

Temperaturen zwischen 13 und 10 Grad.

Nachts vermute ich. Was bedeutet das tagsüber?

Gruß
Siggi

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Beitrag: #56029 Siggi!
Mi Nov 19, 2014 5:53 pm

orly hat geschrieben:Aber liest du keine Presse, siggi! ?

Richtig bemerkt. Kein TV und keine Presse. Abschirmung von der Propaganda.

Gruß
Siggi

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Re: Propaganda

Beitrag: #56031 Siggi!
Do Nov 20, 2014 8:00 am

orly hat geschrieben:Woher beziehst du denn dann deine informationen? Etwa aus dem Internet?

So ist es. Internationale Presse gibt es ohnehin nicht vor Ort. Aber selbst wenn, es würde nichts ändern.

Ich lese nicht täglich die Nachrichten, sondern nur im Internet, was mir zufällig über den Weg läuft (meist auf einer Live Tile von Windows News) oder worauf mich andere aufmerksam machen. Wenn etwas mein Interesse geweckt hat, dann recherchiere ich (wie z.B. beim Thema Bürgerkrieg UA), sonst bin ich recht passiv. Ich habe nicht den Anspruch, über "jeden Sack Reis, der in China (oder DE) umfällt" informiert zu sein. Die Headlines meines Wohnsitzlandes bekomme ich durch die länderspezifischen Foren ohnehin mit. Somit weiß ich, welche Armee ich morgen vor meiner Haustür erwarten darf.

Gruß
Siggi

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Re: Propaganda

Beitrag: #56285 Siggi!
So Dez 28, 2014 4:11 pm

orly hat geschrieben:Jetzt wird mir klar warum du dich so sehr für die Situation auf der Krim / Ukraine interessierst.

Es betrifft mich, daher rührt mein Interesse.

Auf der Krim wird es ja langsam ungemütlich. Habe ich gelesen.

Es spitzt sich ein wenig zu. Aber das kann man von der Situation in der Ukraine auch sagen. Es kommt sehr genau auf den konkreten Wohnsitz (die genaue Straße in der Stadt an). Je nachdem hat man entweder immer Strom oder mit vielen Abschaltungen zu kämpfen. In einigen Stadtteilen der Ukraine funktioniert die Fernwärmeversorgung nur sehr eingeschränkt. Damit hat die Krim zumindest keine Probleme.

Unkomfortabel war es schon im Sommer auf der Krim. Kein Roaming, keine Bankomaten, Versorgungsengpässe, etc. Dazu auch im Sommer das Risiko von Stromabschaltungen und Problemen bei der Wasserversorgung. Aber solange wir dort noch Immobilien haben, werden wir diese Dinge in Kauf nehmen müssen.

Gruß
Siggi

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kurtchen
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Beitrag: #56286 kurtchen
So Dez 28, 2014 10:54 pm

Ich würde hier mehr über Mexiko erfahren, nicht schon wieder über den Krim Konflikt

Gibt es überhaupt noch sichere Plätze für Touristen ?

In Kolumbien soll es sicherer geworden sein, berichtet mir die Freundin meines Neffen die gerade ein Jahr da war. Man darf nur nicht in gewisse Viertel alleine gehen.

Aber Mexiko, mmmh, man liest nicht nur von Drogenkriegen sondern auch von massenhaft Entführungen, übel übel wenn letzteres stimmt.
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IslaDelEncanto
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Beitrag: #56322 IslaDelEncanto
Mi Dez 31, 2014 5:11 pm

Klar gibt es sichere Orte für Touristen... und ich sag nicht, dass die Situation in Mexiko nicht ungefährlich ist (ist ja auch eine Ausnahmesituation) aber... oft ist es vor Ort nicht so dramatisch wie es dargestellt wird. Zumindestens kann ich das über die Dom Rep, Puerto Rico und Kolumbien sagen.

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Beitrag: #56375 IslaDelEncanto
Sa Jan 03, 2015 4:06 pm

Mexiko ist groß.. es gibt andere Orte zum Besuchen.

Ich wollte nur mal sagen, dass man manchmal ein bisschen "hinter" die Nachrichten schauen sollt.

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kurtchen
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Beitrag: #56384 kurtchen
Sa Jan 03, 2015 4:57 pm

na ja ich kann das nicht beurteilen, da nicht da.

Zumindestes las ich das in Cancun Frauen in einem typischen Urlaubshotel vergewaltigt wurden, Ihre Männer wurden verprügelt und gefesselt.

Nee, da soll Kolumbien inzwischen viel sicherer sein.
Leider ist unser Henry aus Cartagena nicht mehr geduldet, sonst hätten wir gute Infos dazu.

Für mich bleibt Chile das sicherste Land in Lateinamerika.
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arnego2
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Beitrag: #56389 arnego2
Sa Jan 03, 2015 9:15 pm

Oh Oh jetzt bist du vieleicht Kurtchen auf den Schlips getreten.

Seiner Meinung nach ist Henry anscheinend der Man fuer Kolumbien schlechthin. So kommt es zumindest rueber.
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el flaco
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Beitrag: #57051 el flaco
Mi Apr 01, 2015 4:53 am

Sorry dass ich dieses alte Thema kommentiere, aber bin soeben erst auf dieses Forum gestoßen.

Nachdem ich 2014 insgesamt ein halbes Jahr in Nordmexiko (Chihuahua, Cd. Juarez, Cd. Delicias) gearbeitet habe, bin ich dieses Jahr im Februar nach Chihuahua Cd. ausgewandert.

Orly, wo wohnst du denn genau? Gerade das hier:

Hier geht es um Mexiko. Und hier ist es eher andersrum, die Situation ist weitaus dramatischer als sie dargestellt wird, Die Touristenzahlen der letzten 3 Monate sprechen eine deutliche Sprache.


kann ich absolut nicht bestätigen. Es gibt in Mexiko durchaus Ecken wo man sicher Urlaub machen und Leben kann. Und das schreibe ich in Chihuahua, in einer der gefährlichsten Städte des Landes. Wenn man sich auf Medieninformationen verlässt, rennt hier jeder zweite mit nem Messer zwischen den Zähnen herum und wartet auf die Gelegenheit einen umzubringen, zu entführen oder zu vergewaltigen. Das betrifft nicht nur die internationale, sondern auch die nationale Presse.
Beispiel: Als ich von Chihuahua aus nach Juarez für eine Woche zum Arbeiten musste (etwa 3,5 Stunden mit dem Auto, gleicher Bundesstaat), bekam ich von den mexikanischen Kollegen die besten Wünsche mit auf den Weg. Ich solle bloß aufpassen, da Juarez wirklich gefährlich sei und es dort viele böse Menschen gebe und die Kartelle dort machen würden, was sie wollen. Als ich dann in Juarez war, haben die Kollegen dort erzählt, wie schlimm doch Chihuahua sei und dass ich bloß aufpassen solle...
Man sollte sich immer einen eigenen Überblick verschaffen und nicht so sehr auf die Medienberichte verlassen, die in 95% nur in eine Richtung gehen.

Natürlich will ich es nicht verharmlosen, es ist nicht ohne hier zu leben. Auch von Reisen in die Gebiete in denen es zur Zeit heiß hergeht, würde ich abraten. Aktuell Acapulco bzw. allgemein Guerrero, Michoacan und noch ein paar mehr Staaten in der Gegend. Auch eine Rucksacktour oder ähnliches durch ländliche Gegenden ist vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert.
Aber wer meint ein Urlaub in Cancun, Playa del Carmen, Puerto Vallarta oder Mazatlan wäre gefährlicher als zB einer in Nordafrika, ist definitiv nicht im Bilde. Mexikos Mordraten sind natürlich beeindruckend, allerdings rühren diese hauptsächlich aus den Konflikten zwischen den Kartellen bzw. zwischen Kartellen und Ordnungkräften. Mischt man sich da nicht ein, passiert einem diesbezüglich schon mal höchstwahrscheinlich nichts. Und wenn man sich ansonsten noch an ein paar Regeln hält, wie nachts nicht alleine zu Fuß durch die Gegend ziehen oder mit der Rolex am Arm durch die Nachbarschaft zu schlendern, sollte man doch sowohl als Tourist, als auch als Auswanderer relativ sicher sein ;-)

Nähere Infos, mein Auswandererbericht:
http://adios-deutschland.de/

el flaco
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Beitrag: #57054 el flaco
Mi Apr 01, 2015 9:12 am

orly hat geschrieben:
el flaco hat geschrieben:Orly, wo wohnst du denn genau?


Ich wohne im D.F., also etwa 1200 km südlicher.


Ah okay, schön :)

Also, auch wenn die Medien das bei euch in D.F. berichten, ganz so schlimm wie es rüber kommt ist es bei uns hier im Norden nicht :D

Wie es in Guerrero und Michoacan aussieht weiß ich leider auch nur aus den Nachrichten. Wobei sich das, was man so liest ja wirklich eher nach Bürgerkrieg anhört wo dann auch mal leichter "Unbeteiligte" zum Opfer werden können, als bei ein paar kleineren Auseinandersetzungen zwischen Kartellen wie bei mir hier.

el flaco
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Beitrag: #57057 el flaco
Mi Apr 01, 2015 10:02 pm

Naja was heißt positiv. Ich finde es durchaus schade, dass gerade in kleineren Städten und ländlichen Gegenden die "Firmen" machen können was sie wollen und dieses wunderschöne Land und die vielen rechtschaffenen Leute darunter leiden müssen. Aber ich habe mich diesbezüglich schon an die Haltung der meisten Einheimischen angepasst: Nicht einmischen und sich nicht die Lebensfreude nehmen lassen.
Die Geschichten über die Casinos kenne ich, bei sowas bleibt einem dann wirklich nur zu hoffen, dass sowas einen selbst nicht betrifft.

Aber insgesamt würde ich die Lage heute sicherer Einschätzen als noch vor 2-3 Jahren. Dadurch, dass die kleineren Kartelle immer schwächer werden und sich das Ganze zu ner 2-Parteiengeschichte entwickelt (Sinaloa vs. Zeta) bleibt zu hoffen, dass sich eine ähnliche Patt-Situation wie im Kalten Krieg einstellt und die Lage hier dadurch allgemein sicherer und besser wird.
Allerdings hilft das natürlich nicht gegen die von dir beschriebenen "Übergriffe" auf die Bevölkerung in gewissen Regionen.
Aber auch hier bin ich zuversichtlich. Man liest immer öfter, dass sich Widerstand gegen die Willkür und Vogelfreiheit der Kartelle und die Korruption bei Beamten (vor allem Polizisten) in der Bevölkerung regt. Oder auch dass bedeutende Politiker etc. klar Stellung gegen den Einfluss der Kartelle beziehen, gerade jetzt im Wahlkampf (ob sie das dann auch wirklich umsetzen ist die nächste Frage). Ist die Polizei sauber von Korruption, oder zumindest vom Schmiergeld der Kartelle, und muss sich nicht mehr so sehr um die Konflikte zwischen den Kartellen kümmern, wären auch Ressourcen da um die ländlichen Regionen sicherer zu machen.

Ist aber natürlich alles nur Theorie und wie es dann in der Praxis aussieht bzw. aussehen wird, ist wieder eine andere Geschichte.
:)

IslaDelEncanto
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Beitrag: #57058 IslaDelEncanto
Fr Apr 03, 2015 3:09 am

@ el flaco

meine Erfahrungen sind mehr oder weniger die selben - bin froh, dass ich nicht die Einzige bin. In meinem Fall geht es um ein anderes Land aber ja... hätte ich mich auf das verlassen, was andere erzählen, wäre ich niemals nach Puerto Rico zurückgegangen!

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Siggi!
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Beitrag: #57060 Siggi!
Fr Apr 03, 2015 8:53 am

orly hat geschrieben:Was ich bisher in der Praxis hier erlebt habe sprengte meine Vorstellung.

Darf ich mal fragen, warum Du dann noch in dem Land lebst?

Ist es ein wenig so wie bei meiner Frau, die auch jetzt wieder in die Ukraine zurückgeht, obwohl dort Zustände herrschen, die sie in keinem anderen Land der Welt akzeptieren würde, einfach weil sie sich dort verbunden fühlt und denkt, ihr wird schon nichts passieren? Trotzdem fühlt sie sich natürlich unwohl über verminte Brücken und an schwerbewaffneten Straßensperren entlang zu fahren...

Gruß
Siggi

el flaco
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Beitrag: #57061 el flaco
Fr Apr 03, 2015 12:57 pm

IslaDelEncanto hat geschrieben:@ el flaco

meine Erfahrungen sind mehr oder weniger die selben - bin froh, dass ich nicht die Einzige bin. In meinem Fall geht es um ein anderes Land aber ja... hätte ich mich auf das verlassen, was andere erzählen, wäre ich niemals nach Puerto Rico zurückgegangen!


Ja, man sollte sich immer selbst ein Bild machen. Ich habe in den letzten Tagen hier und in anderen Auswanderer-Foren ziemlich viel gelesen und es ist wirklich Schade, dass sich so viele Leute auf die Medienberichte versteifen und darauf von vorneherein kategorisch ablehnen, in ein solches Land auch nur zu reisen um dort Urlaub zu machen. Oder noch schlimmer - anderen davon abraten obwohl sie selbst nie einen Fuß in das Land oder Gebiet gesetzt haben.


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