Heute hier, morgen dort

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Santiago
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Heute hier, morgen dort

Beitrag: #47082 Santiago
Mi Jul 11, 2012 10:36 am

Liebe Gleichgesinnte,

mein Thema entspricht nicht den üblichen hier in diesem Forum. Seit ich denken kann, bestrebt mich das Gefühl die Welt sehen zu müssen und die Menschen die auf ihr leben kennenlernen zu wollen. Es ist ein Herzenstraum, den ich aufgrund unserer Gesellschaft und den mir anerzogenen Idealen, verblassen lassen habe. Eigentlich, könnte ich mich über mein Leben hier in Berlin auch nicht beschweren. Ich habe einen Job, eine Tochter ( sie wohnt bei der Mutter ), eine überraus reizende Freundin und einen festen Freundeskreis. Ich merke aber mit zunehmender Stärke, dass mir mein Herz sagt ich müsse meinen Traum erfüllen und bin bereit alles aufzugeben, was ich mir bis jetzt aufgebaut habe.
Ich habe nicht vor mich in irgendeinem Land festzusetzen, sondern an jenen Ort zu bleiben solange ich möchte und dann wieder weiter zu ziehen. Das nötige Budget für meinen Traum müsste ich mir natürlich verdienen. Ich lege aber kein Anspruch auf Wohlstand. Geld soll mir nur helfen, nicht zu verhungern, witterungsgerecht zu übernachten und weiterzuziehen, in die große weite Welt.
Ich bin hier auf der Suche nach Menschen, die sowas schon einmal gemacht haben oder immernoch machen.Weil diese Art von Auswandern große Risiken aufwirft, mir fällt da so spontan die medizinische Versorgung und die Krankenversicherung ein.
Solltet ihr Tipps für mich haben, dann schreibt mir bitte, ich bin dankbar für jeden Kommentar.

Euer Santiago

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Siggi!
Moderator
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Re: Heute hier, morgen dort

Beitrag: #47084 Siggi!
Mi Jul 11, 2012 11:13 am

Santiago hat geschrieben:Ich habe nicht vor mich in irgendeinem Land festzusetzen, sondern an jenen Ort zu bleiben solange ich möchte und dann wieder weiter zu ziehen.

Leider darf man das in den allermeisten Ländern nicht. Man braucht entweder ein Visum (als Deutscher eher selten), aber selbst visumsfrei darf man max. 90 Tage bleiben. Bei einigen Ländern reicht es aus, für 1 Std. ins Nachbarland zu reisen, aber viele Länder haben dieselbe Regelung wie die Schengen Staaten: max. 90 Tage innerhalb von 180 Tagen. Solange Du nur in der EU herumreisen möchtest, steht Deinem Traum wenig im Weg.

Das nötige Budget für meinen Traum müsste ich mir natürlich verdienen.

Hier ist das nächste Problem: Du benötigst außerhalb der EU eine Arbeitserlaubnis. Sonst bleiben nur die niedrigsten, am schlechtesten bezahlten Schwarzarbeiter Tätigkeiten. Außerhalb der Wohlstandsländer stehst Du bei diesen Tätigkeiten in Konkurrenz zu Heerscharen von unqualifizierten Arbeitslosen. Die Sprachbarriere tut ein übriges. Selbst wenn Du dann einen Job findest, arbeitest Du einen ganzen Tag für unter 10 Euro. Spätestens dann hört die Romantik auf.

Mein Vorschlag: Nimm Dir ein Jahr Auszeit und bereise die Welt, z.B. auf einem (kleineren oder größeren) Schiff. Oder such Dir einen Job, den Du von überall in der Welt ausüben kannst (z.B. irgend eine Tätigkeit, die Du über das Internet ausführen kannst), dann bist Du zumindest nicht im Zwang in Deinem Gastland arbeiten zu müssen. Mit solider Finanzierung geht vieles einfacher.

Gruß
Siggi

Santiago
Beiträge: 2
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Beitrag: #47085 Santiago
Mi Jul 11, 2012 11:26 am

Nun, das klingt ja schon sehr ernüchternd.

"Nimm Dir ein Jahr Auszeit und bereise die Welt, z.B. auf einem (kleineren oder größeren) Schiff"

Wo kann ich mich darüber schlau machen?

Michael111
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Internet

Beitrag: #48699 Michael111
Mo Jan 14, 2013 9:41 pm

:)

Hallo Santiago,

ich denke mal, da kannst Du Dich im Internet drüber schlau machen. Ich habe mich als Neu-User von Deinem Posting spontan angesprochen gefühlt, da auch ich mir so was Ähnliches für mich vorstellen kann.

Ich selber bin 46 Jahre alt, (erwerbs-)arbeitslos und arbeitssuchend, alleinstehend, sprachbegabt und vielseitig an Politik und am Weltgeschehen interessiert.

vallartina
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Beitrag: #48704 vallartina
Di Jan 15, 2013 9:40 pm

Kann Siggi nur zustimmen: erstens braucht's ein Visum, zweitens gibt's i.d.R. keine Arbeitserlaubnis. Drittens ein gutes Finanzpolster für die Anfangsmonate und Startkosten.
Alternativ:
Ich habe hin und wieder Leute von einer Art "social travel/sozial Reisen" bzw. Urlaub bei Einheimischen in diversen Ländern reden hören, sprich Hand gegen Unterkunft und Essen. Nichts anderes als ziemlich low budget Urlaub in dem Privatleuten zur Hand gegangen werden soll. In wieweit dies in den jeweiligen Ländern erlaubt ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber vielleicht suchst Du mal das Internet durch, Staydu nennt sich der Veranstalter.

So könntest Du Dir vielleicht mal als Erfahrung reinziehen, wie es ist mit wenig Geld in einem fremden Land zurecht kommen zu müssen ohne gleich in der Heimat Sozialschutz (und der ist in Deutschland wohl unübertroffen) Wohnung und Job aufgeben zu müssen!
Saludos
No hay nada imposible, porque los sueños de ayer son las esperanzas de hoy y pueden convertirse en realidad mañana.


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