Warmmiete 50-60qm Wohnung Burgas

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coacher
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Beitrag: #54770 coacher
Fr Aug 08, 2014 8:35 am

Siggi! hat geschrieben:Überlegst Du auch, dort hinzuziehen? Oder ist das "nur" beruflich?

ja, ich will auch privat nach Bulgarien ziehen. Das Essen schmeckt mir sehr gut.

artep

Und noch was

Beitrag: #54771 artep
Fr Aug 08, 2014 9:05 am

wie erwähnt, das ist unsere Entscheidung so leben zu wollen.
Unsere bulg. Freunde hier die können das nicht. ABER ob die mit 460 Lew./ monatl unglücklich sind?????? ganz klar nein. Ok, die haben kein Auto mehr,
die kaufen nur hier im Magasin ein, die Tochter oder wir bringen auch mal was aus Varna mit. Man wird bei denen schon aus der Kultur heraus aber nicht erleben, dass sie so wie wir zumindestens meistens auch in der Woche Filet, Rouladen, Braten, Gulasch mit Kartoffel, Klöße und Gemüse usw. essen. Sie essen eher einfach. ( sicher auch gesünder) : :wink:
Und sie haben auch keine Zeit so ausgiebig zu kochen. Was die Leute hier in den Gärten schaffen plus Tierhaltung, fast alle haben Hühner, einige noch Ziegen, Puter und 3- 5 Schafe ( ich glaub mehr darf man privat auch nicht halten) Von früh bis abends sind sie am Tuen. dann wird Rakia und Wein gemacht, wird getrocknet, eingeweckt, Sauerkraut und Paprika, Kampas eingelegt für den Winter. UNGLAUBLICH. Und jeder 2. Satz ist: njama Problem - kein Problem. Das ist das schöne am Dorfleben, in der Stadt ist es ganz ganz anders, sehr "Deutschland ähnlich" stressig, schnellelbig unpersönlich- kalt. So jedenfalls unsere Wahrnehmung. Ein Stadtbummel in Varna ist mal ganz nett nach 2 Stunden wollen wir nur noch weg.
Soweit meine Meinung und Erfahrung. Sonnige Grüsse vom schwarzen Meer artep

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Siggi!
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Beitrag: #54772 Siggi!
Fr Aug 08, 2014 10:01 am

Hallo Petra,

danke für die Info!

Mir ist schon bewusst, dass recht unterschiedliche Lebensweisen gibt. Das hier auch nicht anders. Zum großen Teil steckt hinter der Lebensweise keine bewusste Entscheidung, sondern einfach Zwänge, oft genug ökonomischer Natur. Aber eins ist mir aufgefallen: Mit den "einfachen" Leuten komme ich viel besser klar, als mit den Neureichen. Sie sind auch in der Regel viel offener und herzlicher im Umgang.

Hallo Andreas,

wo soll es denn hingegen? Welche Orte hast Du Dir angeschaut, was würdest Du empfehlen?

Gruß
Siggi

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Beitrag: #54773 coacher
Fr Aug 08, 2014 12:02 pm

hi Siggi,

Sofia soll toll sein (war noch nicht da). Leider liegt Sofia nicht am Meer (daher kommt es für mich ohnehin nicht in Frage) und ich liebe nunmal das Meer. Von daher kommt eigentlich nur Varna oder Burgas in Frage. Habe mir beides angesehen. Die Leute aus der jeweiligen Stadt sagen natürlich immer, das Ihre die bessere ist. Schon putzig. Aber ehrlich gesagt, sehe ich zwischen Burgas und Varna keine großen Unterschiede. Varna ist halt etwas größer als Burgas.
Ich weiß, dass viele hier auf dem Land leben (also in kleinen Dörfern), aber das ist nicht so meine Welt. Und wenn ich 2 gleiche Städte zur Auswahl habe, bevorzuge ich eher die größere Stadt (also Varna).

Beste Grüße
Andreas

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Siggi!
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Beitrag: #54774 Siggi!
Fr Aug 08, 2014 12:26 pm

Hallo Andreas,

coacher hat geschrieben:Ich weiß, dass viele hier auf dem Land leben (also in kleinen Dörfern), aber das ist nicht so meine Welt. Und wenn ich 2 gleiche Städte zur Auswahl habe, bevorzuge ich eher die größere Stadt (also Varna).

Wir haben uns neulich Burgas via Google Streetview "angesehen". Wir sind ja einiges aus der Ukraine gewöhnt, aber da gibt es ja Wohngegenden, wo einem das Elend nur so anspringt. Noch schlimmer und ungepflegter als ich es aus der Ukraine kenne.

Wenn ich so etwas sehe:
https://www.google.de/maps/@42.475778,2 ... TBe8lg!2e0
https://www.google.de/maps/@42.486582,2 ... GQSezw!2e0
Verspüre ich keinen Drang, in das Land zu ziehen.

In den Dörfern entkrampft das Grün die Situation ein wenig
https://www.google.de/maps/@42.627273,2 ... kW87kg!2e0
Aber schön ist das auch nicht gerade. Wie hast Du das empfunden? Habe ich zufällig immer nur schlechte Beispiele erwischt?

Gruß
Siggi

Hinweis: Die Links muss man "per Hand" in die Adresszeile kopieren, da die Forensoftware mal wieder zu dumm ist!

artep

Hy coacher

Beitrag: #54775 artep
Fr Aug 08, 2014 1:42 pm

wichtig zu beachten wäre noch, dass es Gegenden gibt um Varna, wo das Meer auch ganz nah ist. Das wiederum sind oft Touriorte. Im Winter ist da tote Hose. Entweder du entscheidest dich direkt für Varna Innenstadt, ( den Strand finde ich nicht zumutbar bin aber auch sehr empfindlich)
Da wird gerade viel neugebaut oder gib mal Vinitza ein, dort wohnen einige Deutsche, es ist ein größerer Vorort von Varna, dort ist ua.auch das Eurohospital und es ist keine klassische Touristadt, wie Albena, Baltschik.
Von unserem letzten Deutschlandtreffen kenne ich 2 alleinlebende Männer, die in Mietwohnungen leben, im Gebiet auch um Varna herum, alle anderen haben Häuser und leben wirklich in Dörfern. Ich glaube man bekommt hier eher Kontakt als in der Stadt.
Und Siggi, was das "Elend" betrifft da hatte ich am Anfang auch meine Schwierigkeiten aber jetzt geht es.
Es gibt wohl kaum ein Dorf, wo es nicht diese furchtbaren Hütten gibt.
Und immer aufpassen bei Immos in Meeresnähe, nachdem einige Immos in Albena, Kranevo und Baltchik, regelrecht weggerutscht sind (auch von Deutschen) werden nur noch bestimmte Häuser versichert, und viele, die Angst haben, es könnte ihnen auch passieren verkaufen gerade jetzt ihre Häuser zu Schleuderpreisen. Ich würde bei Meeresnähe immer noch einen neutralen unabhängigen Gutachter mit nehmen. Passiert ist das Ganze auch nur, weil wir hier im Mai und Juni soviel Regen hatten, wie sonst nicht. Unsere Rasen ist fast immer noch grün, normal war er immer schon verbrannt. Das hat zur Folge 2-3- Mal mähen. Naja, so bleibt Mann
fit. :wink: LG artep

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Beitrag: #54777 coacher
Fr Aug 08, 2014 5:56 pm

Siggi! hat geschrieben:Wir haben uns neulich Burgas via Google Streetview "angesehen". Wir sind ja einiges aus der Ukraine gewöhnt, aber da gibt es ja Wohngegenden, wo einem das Elend nur so anspringt. Noch schlimmer und ungepflegter als ich es aus der Ukraine kenne.


Hi Siggi,

klar gibt es solche Gegenden. Die gibt es aber in Polen oder der Slowakei auch. Gibts die in UA nicht? Kann ich kaum glauben, bin aber für alles offen.
Ich ziehe ja aber auch nicht in diese Armutsviertel, sondern in die Innenstadt. Und da sieht es ganz anders aus. Vielleicht findest du da auch was. Such mal nach dem Meeresgarten.

beste Grüße
Andreas

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Re: Hy coacher

Beitrag: #54778 coacher
Fr Aug 08, 2014 5:59 pm

artep hat geschrieben:wichtig zu beachten wäre noch, dass es Gegenden gibt um Varna, wo das Meer auch ganz nah ist. Das wiederum sind oft Touriorte. Im Winter ist da tote Hose. Entweder du entscheidest dich direkt für Varna Innenstadt, ( den Strand finde ich nicht zumutbar bin aber auch sehr empfindlich)
Da wird gerade viel neugebaut oder gib mal Vinitza ein, dort wohnen einige Deutsche, es ist ein größerer Vorort von Varna, dort ist ua.auch das Eurohospital und es ist keine klassische Touristadt, wie Albena, Baltschik.
Von unserem letzten Deutschlandtreffen kenne ich 2 alleinlebende Männer, die in Mietwohnungen leben, im Gebiet auch um Varna herum, alle anderen haben Häuser und leben wirklich in Dörfern. Ich glaube man bekommt hier eher Kontakt als in der Stadt.
Und Siggi, was das "Elend" betrifft da hatte ich am Anfang auch meine Schwierigkeiten aber jetzt geht es.
Es gibt wohl kaum ein Dorf, wo es nicht diese furchtbaren Hütten gibt.
Und immer aufpassen bei Immos in Meeresnähe, nachdem einige Immos in Albena, Kranevo und Baltchik, regelrecht weggerutscht sind (auch von Deutschen) werden nur noch bestimmte Häuser versichert, und viele, die Angst haben, es könnte ihnen auch passieren verkaufen gerade jetzt ihre Häuser zu Schleuderpreisen. Ich würde bei Meeresnähe immer noch einen neutralen unabhängigen Gutachter mit nehmen. Passiert ist das Ganze auch nur, weil wir hier im Mai und Juni soviel Regen hatten, wie sonst nicht. Unsere Rasen ist fast immer noch grün, normal war er immer schon verbrannt. Das hat zur Folge 2-3- Mal mähen. Naja, so bleibt Mann
fit. :wink: LG artep


Albena & Co gehört für mich zum Goldstrand. Goldstrand ist ok zum Urlaub machen, aber ganzjährig wohnen würde ich da oder in den Goldstrand Vororten nie im Leben. Weil da eben nur sehr kurz überhaupt einer ist. Selbst im Mai ist da ja noch keiner. Für mich kommt daher wenn überhaupt nur die Innenstadt von Varna in Frage.

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Sascha Blodau
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Beitrag: #54779 Sascha Blodau
Fr Aug 08, 2014 6:12 pm

..oh diese gruseligen Gegenden kenne ich auch aus Bolivien,
als ich das erste mal da gelandet bin, hatte ich den vollen Kulturschock bekommen und war die ganze Zeit über voll niedergeschlagen.
Das war wie so eine starke "November-Depression", so ein Gefühl kannte ich vorher kaum.
Als wir dann das zweite mal da hingereist sind, war es schon viel besser,
mit der Zeit gewöhnt man sich sogar daran und wenn man dort Familie hat und so einige Feiern erlebt hat, will man da nachher gar nicht mehr weg.. :)
Alles was du brauchst, kommt im richtigen Moment zu dir. Sei geduldig.

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Siggi!
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Beitrag: #54780 Siggi!
Fr Aug 08, 2014 6:25 pm

coacher hat geschrieben:Gibts die in UA nicht?

Richtig. Überall gibt es schlimme Gegenden, selbst in entwickelten Ländern und die Innenstädte sind fast überall renoviert.

Aber in Bulgarien gibt es sehr viele von solchen Gegenden (nach meiner Zufallsauswahl). Die Links waren keine besonders schlimmen Beispiele. OK, ich habe das noch nicht mit eigenen Augen gesehen, daher meine Frage, ob ich einen falschen Eindruck erhalten?

Ich bin gerade per Google Streetview durch Rumänien "gefahren". Da sieht es öfter so aus, wie in Ungarn, viel besser im Schnitt. In Bulgarien sahen z.B. nur Kurorte fast durchgehend gut aus. Schon 10km außerhalb war es schlimm.

Ich glaube nicht, dass es ganz egal, wie arm die Mitbewohner sind. Der Neid hängt vom materiellen Unterschied ab und bestimmt auch über den Aufwand für Sicherheit (wir würden ein Haus ja nicht ganzjährig bewohnen). Letztlich entscheidet der Wohlstand auch über die Infrastruktur. Z.B. werden nur Services angeboten, die auch nachgefragt werden, weil sie von größeren Bevölkerungsteilen bezahlt werden können. Ein Beispiel: Hier auf der Krim war es z.B. bislang so, dass im Sommer ein interessantes kulturelles Angebot existierte. Sogar internationale Stars kamen. So etwas ist nicht billig, da kann ein Ticket schon mal 100 Euro kosten. Dieses Jahr gibt es keine solchen Veranstaltungen. Der Grund: Die Einheimischen sind in der Mehrzahl zu arm und an Touristen mangelt es.

Persönlicher Hintergrund: Wir haben jetzt 10 Jahre den Lebensmittelpunkt in der Ukraine und in der Zeit über so manches Problem hinweggesehen und uns durch so manchen bürokratischen Dschungel gekämpft. Wenn wir gehen, wollen wir nicht einfach das Land tauschen. Wenn es geht, soll es schon ein wenig angenehmer sein. Lebenshaltungskosten sind bei uns bei weitem nicht so wichtig wie Steuersätze. Mit den Lebenshaltungskosten von DE hätten wir keine Probleme, mit den Steuersätzen ganz deutlich schon.

Vielleicht bin ich da zu fixiert auf Steuern. Meine Frau schimpft immer öfter mit mir: Wie lange willst Du denn noch Steuern sparen? Sollten wir nicht so langsam dort wohnen, wo wir es wollen, unabhängig von anderen Rahmenbedingungen? Das ist aber alles einfacher gesagt, als getan.

Jünger wird man auch nicht. Das Gefühl, im Notfall erst in 50/90 oder 180km (keine Ahnung wo genau, das sind die nächsten größeren Städte hier auf der Krim) eine gute medizinische Versorgung zu bekommen, würden wir ungern weiterhin akzeptieren.

Andererseits bin ich (im Gegensatz zu meiner Frau) kein Stadtmensch. Ein Kompromiss wäre ein Wohnsitz etwas außerhalb, so das man im Bedarfsfall schnell in der Stadt ist, jedoch Ruhe, gute Luft, eine grandiose Aussicht, schöne Umgebung, viel Platz und andere Vorzüge des Landlebens geniessen kann. Die Nachbarhäuser sollten dann aber ordentlich ausschauen.

Was auch noch sehr wichtig wäre: Was nützt ein tolles Haus in einer tollen Gegend, wenn man keine Kontakte hat? Wir hatten Residenten in Spanien besucht und diese bestätigten uns, dass sie nur sehr wenige Kontakte vor Ort hätten, die meisten keine Einheimischen. Das obwohl sie die Sprache hinreichend gut können. Wer hat schon Tagesfreizeit, weil er in den 40err oder 50er Lebensjahren nicht mehr arbeiten muss? Aber das ist selbst in DE ein Problem. Alle haben keine Zeit und/oder kein Geld.

Gruß
Siggi
Zuletzt geändert von Siggi! am Fr Aug 08, 2014 6:40 pm, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag: #54782 coacher
Fr Aug 08, 2014 6:39 pm

Hi Siggi,

das kann ich gut nachvollziehen. Mit deutschen Lebenshaltungskosten hätte ich auch keine Probleme. Ohnehin gleichen sich die Lebenshaltungskosten aus meiner Sicht immer mehr an. Ich interessiere mich auch nicht wegen der Lebenshaltungskosten für Bulgarien.
Services und Infrastruktur sind eben in der Stadt besser als auf dem land, daher bevorzuge ich eben die Stadt. Der Reichtum konzentriert sich eben meist auf die Städte, welcher Millardär lebt schon im Dorf? Daher gibt es eben auch mehr Services und Infrastruktur in den Städten.
Mir geht es auch darum, dort zu leben, wo ich subjektiv eine hohe Lebensqualität habe. Die Frage ist, was die Alternative wäre. Da fällt mir persönlich eigentlich nur Spanien ein.

Beste Grüße
Andreas

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Beitrag: #54783 coacher
Fr Aug 08, 2014 7:26 pm

Hi Siggi,

eine Sache fiel mir gerade noch ein. Du sagst ja, dass du nicht so gut mit hohen Steuern leben kannst (kann ich sehr gut nachvollziehen). Aber gleichzeitig stören dich Armutsviertel.

Ich denke aber, das passt nicht zusammen, du mußt dich für eins entscheiden. Armutsviertel bedeuten ja letztlich hohe finanzielle Ungleichheit. Dagegen gibt es natürlich ein Mittel: Es nennt sich Umverteilung und wird durch hohe Steuern umgesetzt. Annähernd gleiche Lebensverhältnisse in einer Bevölkerung kann es nur mit hohen Steuern geben, bei niedrigen Steuern gibt es immer auch soziale Ungleichheit.

beste Grüße
Andreas

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Beitrag: #54784 Siggi!
Fr Aug 08, 2014 7:51 pm

coacher hat geschrieben:Dagegen gibt es natürlich ein Mittel: Es nennt sich Umverteilung und wird durch hohe Steuern umgesetzt.

Das sehe ich anders. In erster Linie sind bestimmte Länder bei weitem nicht so leistungsfähig, wie andere. Das ist der Grund, nicht die fehlende Umverteilung. In der Ukraine ist die Vermögensverteilung (Gini Index) ähnlich, wie in Deutschland:
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_co ... e_equality
Einzig das absolute Niveau ist ein anderes.

Vermögensverteilung in DE:
http://www.auswandern-webforum.de/forum ... php?t=7072

Annähernd gleiche Lebensverhältnisse in einer Bevölkerung kann es nur mit hohen Steuern geben, bei niedrigen Steuern gibt es immer auch soziale Ungleichheit.

Gegenbeispiel: Andorra. (Steht auch auf unserer Liste, der möglichen Auswanderungsziele.)

Gruß
Siggi
Zuletzt geändert von Siggi! am Fr Aug 08, 2014 8:01 pm, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag: #54787 Siggi!
Fr Aug 08, 2014 8:12 pm

Revolution! Verstaatlichung!

Dann sind alle gleich arm!

Gruß
Siggi

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Beitrag: #54791 Sascha Blodau
Fr Aug 08, 2014 9:22 pm

..man sagt, in Deutschland gibt es viele sehr Reiche, die sogut wie überhaupt keine Steuern zahlen brauchen.
Und es gibt viele sehr Arme, die meistens von Staatlichen-Zuwendungen leben, und wiederum auch keine Steuern zahlen brauchen.
Beide Gruppen kommen aber auch ganz gut damit klar.
Die Leute mit den größten Steuerbelastungen sieht man eigentlich nur im Mittelstand.
Fazit: In Deutschland bist du entweder ganz Reich oder ganz Arm, dann wirst du dort auch in Ruhe gelassen.

Deshalb verstehe ich die Leute ganz gut, die aus dem Mittelstand flüchten und ein Steuer-Versteck in einem ganz armen Land suchen. Wie Bulgarien eben. Bei dem bisschen Geld was da im Umlauf ist werden die sich auch
bestimmt keine aufwendige Finanzbehörde leisten. Und die Gesetzgebung ist Durchschaubar..
Alles was du brauchst, kommt im richtigen Moment zu dir. Sei geduldig.


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