Erfahrungsbericht Frankreich

Frankreich, nicht nur, aber auch ... das Land der Flamingos und der Carmargue-Pferde...Und natürlich regnet und schneit es auch ;-)

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sunriceblue
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Erfahrungsbericht Frankreich

Beitrag: #58924 sunriceblue
So Jun 05, 2016 3:45 pm

Liebe Foris,
moechte mal meinen Erfahrungsbericht ueber Frankreich hier posten er duerfte auch fuer die Leute intersannt sein die vor haben Ihr Rentnerleben mal in Frankreich verbringen zu wollen.
Deutschland haben wir schon 2003 verlassen und hatten bislang in verschiedenen Laendern gelebt auch in europaeischen. Wir zogen 2012 von Spanien nach Frankreich in der Naehe von Lyon.
Soweit so gut ich fand schnell eine Arbeit und mein Mann war schon in Rente. Alles war soweit ok , bis mein Mann wegen einer Infektion 2015 ins Krankenhaus musste.Dort bekam er einen Schlaganfall der nicht gross behandelt wurde er auch nicht in die naechste Uniklinik nach ST. Etienne verlegt wurde, man lies die Sache irgendwie laufen. ich wurde dann Stunden spaeter informiert mit der Aussage waere alles nicht so schlimm. Leider hatte ich eine Grippe und war selbst krank konnnte nicht sofort in die Klinik.
Er war rechtsseitig total gelaehmt und hatte eine Aphasie. Anscheinend hatte man ihn selbst befragt ob er in eine Fachklinik verlegt werden wollte. Super in so einem Zustand, Gut er blieb noch ca 7 Wochen in der Klinik bevor er in die Reha kam. Schon waehrend seiner Zeit in der Klinik versuchten die Aerztz schon Druck auszuueben doch schnell meinen Mann nach Deutschland zu bringen anscheinend wegen der Sprache etc.
Nur haetter er durch eine Verlegung nach Deutschland saemtliche Rechte hier in Frankreich verloren , wenn er hier keine Reha gemacht haette. Das hat mir aber kein Arzt gesagt. Eine aerztliche Bestaetigung bekam ich dass er seinen Schlaganfall in der Klinik bekam. Nach 8 Wochen Reha kam er dann nach Hause. Man bekommt hier so eine Art Pflegegeld, aber man muss dafuer eine Art Hilfdienst engagieren und hatte dann noch einen eigenen Anteil von 160; Euro mtl. aus eigener Tasche zu bezahlen. Ich musste meinen Vollzeitjob auf 50 % reduziern da ja mein Mann ueber 80% behindert ist. Klar reichen dann die Finanzen nicht mehr so aus wie vorher. Also beantragte ich letztes Jahr eine Mietbeihilfe bei der CAF. Trotz aller Vorlagen und Formulare Renten und Gehaltsbescheinigungen steht mir eine Mietbeihilfe zu aber ich bekomme sie nicht weil wir DEUTSCHE sind. ich arbeite bezahle in alle Kassen und auch Steuern die Mietbeihilfe habe ich beantragt und mir stuende sie auch zu. Wahrscheinlich werde ich mein Recht ueber einen Anwalt einklagen muessen. Schon alleine bis mein Mann seine Carte Vitale bekam dauerte 3 Jahre. Also alle die da denken hier ihre Jahre der Rente zu verbringen sollten aufpassen, denn passiert ihnen etwas ist man hier sehr schnell abgeschieben , jeder Mhagreb bewohner bekommt hier schneller unterstuezung als wir Europaeer. Von wegen Europa.....................
Zum Glueck habe ich sehr viele liebe Menschen die mir helfen, denn rufe ich selbst an wird einfach aufgelegt. Also sucht Euch lieber ein anderes europaeisches Land aus wo ihr besser behandelt werdet wenn Euch was passieren sollte. Hier kann ich Euch nur abraten besonders wenn man schon in Rente lebt.
Liebe Gruesse von Sunriceblue

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arnego2
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Beitrag: #58925 arnego2
Di Jun 07, 2016 1:32 pm

schlecht gelaufen für euch und es tut mir echt leid so etwas zu lesen, aber daraus jetzt das "kommt nicht nach Frankreich" Lied zu singen halte ich trotz allem für leicht übertrieben.

Als Einwanderer die Sprache nicht so gut zu beherrschen wie es die Obrigkeit gern hätte kommt nicht bei allen so gut an. Mich fragt man hier relativ oft warum ich denn noch einen Akzent hätte. Vor allem Leute die nur eine Sprache sprechen bemängeln das gern.

Ein paar Absätze hätten den Text auch etwas leserlicher gemacht. :)

sunriceblue
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Beitrag: #58928 sunriceblue
Di Jun 07, 2016 7:14 pm

arnego2 hat geschrieben:schlecht gelaufen für euch und es tut mir echt leid so etwas zu lesen, aber daraus jetzt das "kommt nicht nach Frankreich" Lied zu singen halte ich trotz allem für leicht übertrieben.

Als Einwanderer die Sprache nicht so gut zu beherrschen wie es die Obrigkeit gern hätte kommt nicht bei allen so gut an. Mich fragt man hier relativ oft warum ich denn noch einen Akzent hätte. Vor allem Leute die nur eine Sprache sprechen bemängeln das gern.

Ein paar Absätze hätten den Text auch etwas leserlicher gemacht. :)



So habe ich das nicht geschrieben, kommt nicht nach Frankreich, aber so lesen es die Deutschen immer gerne...........gemeint war und das kommt auch ganz klar jm Text wenn man Rentner istsollte man sich das ueberlegen, denn passier etwas mit der Gesundheit dann wirds schwierig. Das sollten die Leute einfach wissen . Und uebrigends die Behoerden erkennen schon an Unterschied von den Namen wer vom eigenen Land ist oder nicht, ob Du nun gut die Sprache sprichst oder nicht. Ich beherrsche schon sehr gut die Sprache denn ich habe schon in anderen Laendern gelebt wo die Umgangssprache Franzoesisch war. Wenn schon die franzoesischen Beamten es selbst sagen es laege an der Nationalitaet das sagt dann schon alles. Und mit dumm gelaufen kann man alles auch nicht einfach vom Tisch fegen. Ich denke mal dass Dir noch nicht ganz so klar ist was hier in Europa noch so alles kommen wird hier.................
LG

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Siggi!
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Beitrag: #58929 Siggi!
Di Jun 07, 2016 8:08 pm

Sicher ist eins richtig: Nur im Land, dessen Pass man in der Tasche hat, gibt es weitergehende Rechtssicherheit. Ausländergesetze können sich ändern.

Aktuell haben z.B. die England Auswanderer vor dem BREXIT Angst, denn damit wäre ihr Aufenthaltsstatus dort fraglich, selbst wenn sie dort viele Jahre gelebt haben.

Meine Frau würde z.B. nicht mehr als Auslandsrückkehrer von der AOK aufgenommen werden. Warum? Weil sie Ausländerin ist. Hätte sie einen DE Pass, müsste sie wieder aufgenommen werden, da sie dort zuletzt in DE versichert war. Das sind alles "Kleinigkeiten" mit denen man beim Wegzug nicht rechnet.

Gruß
Siggi

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Sascha Blodau
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Beitrag: #58932 Sascha Blodau
Di Jun 07, 2016 8:35 pm

Frankreich hat wohl noch ganz andere Probleme, wie ich so von Freunden höre trifft man beispielsweise in Paris überhaupt keine Franzosen mehr.
Alles was du brauchst, kommt im richtigen Moment zu dir. Sei geduldig.

Maerte1
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Re: Erfahrungsbericht Frankreich

Beitrag: #58952 Maerte1
Fr Jun 10, 2016 9:26 am

sunriceblue hat geschrieben:Liebe Foris,
moechte mal meinen Erfahrungsbericht ueber Frankreich hier posten...


Danke für deinen Beitrag, ich habe freunde in Frankreich und das was du erzählst kann ich nur beipflichten. Ich finde deren System dort auch nicht gut, obwohl ich mir sehr gut Vorstellen könnte dort zu leben. Aber ich sage dir ganz Ehrlich, sowas hält mich davon ab, ich versuche auch ein bisschen an Später zu denken. Ich wünsche euch das Allerbeste dort


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