Senioren-WG in Ungarn nähe Österreich/Slowenien

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walter73
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Senioren-WG in Ungarn nähe Österreich/Slowenien

Beitrag: #42818 walter73
So Mär 13, 2011 7:53 pm

Hallo beisammen!
Ich möchte folgendes Projekt in Ungarn realisieren:
Eine Senioren WG für ca 4-6 Parteien in der nähe von Lenti.
Bauen möchte ich 2-3 Doppelhaushälften aus Strohballen (ja es funktioniert!).Der Vorteil von Stroh ist die Isolierung, man muß im Winter kaum heizen.Und Nein- es kann nicht brennen, das Stroh wird mit Lehm verkleidet und ist sehr feuerressistent.
Pro Wohnpartei stehen jeweils 2 Zimmer mit Bad,Terasse, kleiner Garten zur Verfügung.Tiere wird es auch genügend geben.
Über die Miete kann ich noch wenig sagen, ich denke 200-300 EUR im Monat.
Ich bin gerade am planen und wenn ich sehe das tatsächlich Anfragen da sind, wäre es in ca 2 Jahren fertig.

Ikarus
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Re: Senioren-WG in Ungarn nähe Österreich/Slowenien

Beitrag: #43300 Ikarus
Do Mai 05, 2011 9:51 pm

Verstehe ich nicht. Bei den jetzigen Immobilienpreisen in H könne sich doch Leute zusammenschliessen und Immobilien kaufen...

klauswerner
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Öok

Beitrag: #43329 klauswerner
Sa Mai 07, 2011 6:16 pm

Die Idee finde ich gut, warum nicht mal was Neues probieren. Sicher muß der Markt auch erstmal getestet werden. Und wenn anderer anderer Meinung sind und sich zusammenschliesen müssen, um eine billige Immobilie zu kaufen, dann frage ich was das soll und wer das machen würde. Ich jeden Fall nicht, denn da reicht ein Klugsch.... (Viele Köche verderben den Brei), und es wird nie etwas, weil immer wieder neue Forderungen aufgestellt werden. Viel Erfolg beim Stro-Objekt, Klaus

Ikarus
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Beitrag: #43344 Ikarus
So Mai 08, 2011 2:58 pm

Es kommt immer darauf an, wie man so etwas organisiert. Die Leute, die das machen, werden gewiss sehr sorgfältig ihre Mitbewohner aussuchen und ggf. auch erst ein Probewohnen veranstalten

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Caribe-Klaus
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Beitrag: #43351 Caribe-Klaus
Mo Mai 09, 2011 2:34 am

Ein alter Spruch, in dem viel Wahrheit steckt :

viele Köche verderben den Brei...

Unabhängig davorn bleibt es mir ein Rätsel, warum man in einem wirtschaftlich absinkendem Land eine Immobilie kaufen muss statt zu mieten, wenn man dort schon leben will ? Der Verlust des Geldes ist vorprogrammiert - es sei denn, man findet wieder einen sprachunkundigen Deutschen, der einem dann ja auch noch dankbar für die "Hilfe" ist und dem man sein Haus verkaufen kann... 8)

Gruss Klaus
Die positive Grundeinstellung ist nicht alles, doch ohne sie - ist alles nicht's !

Ikarus
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Beitrag: #43363 Ikarus
Di Mai 10, 2011 10:11 am

So ein Haus müsste ja evtl. bedarfsgerecht umgebaut werden - das kann man mit einer gemieteten Immobilie nicht machen.
Ausserdem: Vielleicht kommen die Eigentümer auf die Ide, das Haus verkaufen zu wollen und dann muss sich die ganze WG eine neue Bleibe suchen. Du kennst sicher den Spruch "Einen alten Baum verpflanzt man nicht"
Aber man kann das durchaus in ähnlicher Form wie eine Genossenschaft betreiben, wo JedeR eine Einlage zahlt (was bei einem Hauskauf incl. Umbau in H sicher nicht mehr ist, als die (verlorene) Einlage in einer Seniorenresidenz in Spanien

walter73
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Beitrag: #43365 walter73
Di Mai 10, 2011 2:01 pm

Der Grund mit dem Neubau ist auch der, dass die Qualität der Häuser nicht immer die beste ist. Da gehts schon beim Fundament los......
Auch wird kein Neubau so gute Dämmwerte wie ein Strohballenhaus haben und bei den steigenden Rohstoffpreisen muss man auch daran denken.....

@Caribe-Klaus
Na dann warte mal ab was hier in Europa die nächsten Jahre passieren wird....da werden einige mit den Ohren wackeln...

Ikarus
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Beitrag: #43422 Ikarus
Fr Mai 13, 2011 11:21 am

walter73 hat geschrieben:Der Grund mit dem Neubau ist auch der, dass die Qualität der Häuser nicht immer die beste ist. Da gehts schon beim Fundament los......
Auch wird kein Neubau so gute Dämmwerte wie ein Strohballenhaus haben und bei den steigenden Rohstoffpreisen muss man auch daran denken.....

@Caribe-Klaus
Na dann warte mal ab was hier in Europa die nächsten Jahre passieren wird....da werden einige mit den Ohren wackeln...

Das mit dem Fundamernt lässt sich überprüfen. Mag sein, dass ein "Strohballenhaus" eine Inovation ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass es da Probs mit der Versicherung gibt...

Auch ein "2nd Hand Haus" lässt sich mit Sicherheit gut dämmen und ggf. mit einem Solardach versehen etc.. Gibt es in H denn schon Strohballenhäuser? Wenn nicht, dürfte es mit der Baugenehmigung auch Probs geben...

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Siggi!
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Beitrag: #43423 Siggi!
Fr Mai 13, 2011 12:15 pm

Ikarus hat geschrieben:Auch ein "2nd Hand Haus" lässt sich mit Sicherheit gut dämmen und ggf. mit einem Solardach versehen etc..

Ich würde das ganze pargmatisch sehen: Was kostet so ein Strohballenhaus, welche Risiken hat es (liegen Langzeiterfahrungen vor), wie gut ist es gedämmt (K-Wert)? Dann kann man schauen, was eine konventionelle Dämmung kostet (Vollwärmeschutz) und dann die Lösung wählen, die günstiger ist (hinsichtlich Risiken und Preis).

Meine persönliche Erfahrung: In DE hatte ich ein Niedrigenergiehaus, mit Öl-Brennwerttechnik, Solar, Vollwärmeschutz und kontrollierte Lüftung mit Wäremrückgewinnung. In diese ganze Technik hatte ich so viel hereingesteckt, da müssten ganz andere Energiepreise kommen, damit es ein "Return of Investment" geben konnte. Beim Verkauf wurde das nicht honoriert.

Die Öl-Brennwerttechnik war z.B. schon nett: Störungen waren wesentlich häufiger, als bei konventioneller Technik und der innovative Hersteller war nach 3 Jahren vom Markt verschwunden! Glücklicherweise hatte ich durch den Verkauf die Konsequenzen davon nicht mehr zu tragen.

Nutzt man diese Technologien aus "vorauseilendem Gehorsam", dann sind die technischen Risiken und die Preise höher, als wenn man es dann macht, wenn die Breite Masse auch dazu gezwungen wird. Die Angst vor unbezahlbaren Energiepreisen wurde vor 20 Jahren auch schon geschürt. Ist halte das für geschicktes Produkt-Marketing. Wenn der Liter Heizöl bei 5 Euro liegt, wird es auch erprobte und vergleichsweise günstige Nachrüsttechnologien für den existenten Wohnraum geben. Man sollte sich nicht verrückt machen lassen!

Gruß
Siggi
Zuletzt geändert von Siggi! am Mi Sep 14, 2011 12:24 pm, insgesamt 1-mal geändert.

walter73
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Beitrag: #44689 walter73
Mi Sep 14, 2011 12:20 pm

oh! Hab grad durch zufall gesehen das es Antworten auf den Thread gibt...... naja, besser spät als gar nicht.........
@ikarus
leider bin ich kein Baufachmann der sich zutraut ein Fundament zu beurteilen. Deshalb habe ich mich beim Kauf für ein Grundstück entschieden auf dem ein Abbruchhaus stand. Habs gerade abreissen lassen.
Ob es ein Problem mit der Versicherung bei Strohballenhäusern gibt kann ich noch nicht sagen. In Deutschland geht´s, man braucht aber ein Brandschutzgutachten. Ob ein deutsches Brandschutzgutachten auch für Ungarn gillt weiss ich nicht. Ich denke selbes gillt auch für die Baugenehmigung. Habe zwischenzeitlich den Bürgermeister mal involviert, der war eigentlich auch begeistert, aber ob wirklich etwas dabei rauskommt werde ich erst in 3 Wochen erfahren. Wir werden sehen....

@Siggi
Ein Bau eines Strohballenhauses ist wesentlich billiger als der Bau eines konventionellen Hauses. Auch der K-Wert ist hervorragend, jedoch kann ich nicht mit Zahlen glänzen. Langzeiterfahrungen gibt es in Deuschland,Amerika, Österreich und Schweiz.

Das mit der modernen Dämmung ist so eine Sache...... da gibt es viele Probleme. Wie du selbst schon leidlich erfahren hast sind es einerseits die Kosten.Wenn man als Privatmann zum rechnen anfängt kommt man eher zum Schluss das es sich nicht lohnt. Außerdem gibt es jetzt die ersten Langzeiterfahrungen von Bewohnern in Niederigenergie bzw Passivhäusern: Viele habe Schimmelprobleme, Technikprobleme bzw die Wohnqualität lässt sehr zu wünschen übrig. Das gleiche gillt oft für nachträglich gedämmte Häuser.
Auch vom Thema Solar bin ich abgekommen. Ist meiner Meinung nach eher eine Spielerei für Leute mit Geld oder für Leute mit seeeehr niedrigen Ansprüchen. Naja, und für Leute bei denen es keinen Stromanschluss gibt.
Vielleicht noch Solarwärme, aber da bin ich auch noch skeptisch.........
Für die Wärme im Winter setze ich eher auf Holz.

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Mikaoma
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szalmaépités

Beitrag: #44694 Mikaoma
Mi Sep 14, 2011 4:10 pm

Hi,
schreib doch ganz einfach mal an die Vereinigung der Strohballen -Hausbauer in Ungarn, die können Dir sicher am besten Auskunft geben.
(Versicherung etc.)
Sicher kann dort jemand deutsch und/oder englisch.

http://www.szalmaepitok.hu/
unter (kapcsolat)

Mikaoma

walter73
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Beitrag: #44699 walter73
Mi Sep 14, 2011 8:47 pm

Hey! Das istja mal ein super Link! Vielen dank! Wusste nicht das es sowas auch in ungarn gibt. Werd mich da mal melden. Hast du dich mit dem thema auch schon befasst?

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Mikaoma
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zufall

Beitrag: #44700 Mikaoma
Mi Sep 14, 2011 8:51 pm

Hi Walter,
ich bin mehr durch Zufall daraufgestossen, weil ich etwas über Lehm(bauten) gesucht hatte.
Es gibt in Ungarn schon (30) Strohballenhäuser.Irgendwo muss auch stehen, wo welche gebaut worden sind, habe es aber noch nicht gefunden(Gut Ding will Weile haben ,-) )
szia Mikaoma

klauswerner
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Strohbauten

Beitrag: #44748 klauswerner
Mo Sep 19, 2011 7:33 pm

Hallo, der Link ist wirklich toll, wo es in Ungarn diese Häuser gibt, kann man hier sehen http://www.szalmaepitok.hu/szalmahazak.html
Darunter im Menü links sind dann Einzelhäuser beschrieben und tolle Fotos. Die notwendig Holzmenge bzw. Kosten dafür von ca. 45000 Ft klingt gut. Also dann allen gutes Gelingen. Klaus


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