ich brauche dringend Hilfe!!!

alles, was nicht in die speziellen Länderrubriken paßt

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Sascha Blodau
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Re: ich brauche dringend Hilfe!!!

Beitrag: #60148 Sascha Blodau
Mi Jul 18, 2018 9:47 pm

:D :D :D :D :D :D
Alles was du brauchst, kommt im richtigen Moment zu dir. Sei geduldig.

mannix
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Re: ich brauche dringend Hilfe!!!

Beitrag: #60150 mannix
Mi Jul 18, 2018 10:38 pm

Siehst du, Jupp, Sascha lächelt einfach alles weg

Mit dem Sozialamt im Kreuz kann man das natürlich auch so machen

Zausel
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Re: ich brauche dringend Hilfe!!!

Beitrag: #60156 Zausel
Sa Jul 21, 2018 1:43 pm

So, nun aber mal ernst,
Ich kann aus eigener Erfahrung etwas Senf dazugeben:
Als wir, meine damalige Partnerin, unsere 12 jährige Tochter ( dort geboren ) und natürlich ich als treibende Kraft, im Juni 2011 aus Costa Rica zurück nach D kamen, natürlich zum Anschein nach völlig abgebrannt, mit provisorischen Papieren, war unser erster Gang zur ARGE, so nannte sich das Arbeitsamt in Leipzig, um Harz 4 zu beantragen, weil wir ja noch dem 1.Arbeitsmarkt zur verfügung standen. Dort wurde uns freundlicher weise natürlich weitergeholfen und wir bekamen nach einigem hin und her sogar 100€ dort aus dem Automaten als erste Überbrückung.
Es wurden uns genau die einzelnen Behördengänge erklärt.
Eine Wohnung sollten wir uns selber suchen, deren kosten die ARGE übernimmt. ( selbstverständlich im Rahmen der Ortsüblichen vorgaben )
Wir hatten das Glück, den Schwager dort zu haben der unsere Namensschilder an seinen Briefkasten klebte, somit hatten wir eine Meldeadresse. Das reichte aus.
Natürlich wohnten wir nicht dort, er hatte uns freundlicherweise eine Ferienwohnung in Stadtmitte für 350€ auf seinen Nahmen besorgt, gleich hinter Kaufland, ein Paradies für meine Weiber.
Selbstverständlich strengten wir uns an, alle geforderten Unterlagen innerhalb weniger Tage einzuholen!
Auch um die Krankenversicherung bei der AOK mussten wir uns selbst kümmern, was überhaupt kein Problem war.
Dazu kam noch die Einschulung der Tochter, welches sich als Zeitaufwändigste Aufgabe herausstellte. Aber auch diese war nicht unlösbar.
Alles in allem, mit ein wenig Willenskraft und öffentlichen Verkehrsmitteln ist es uns in kürzester Zeit gelungen der deutschen Bürokratie genüge zu tun.


Hier noch die kleine Geschichte dazu:

So, das bin ich, Werner Peter C.,
aber in Costa Rica, wo wir von 1997bis 2011l lebten, nannten mich die Ticos aus sprachtechnischen Gründen "Piter", einige auch " Hicho Puta" oder "Maldito" oder einige wenige auch " Son of the Bitch" aber nur, weil ich mich nach einer Zeit des eingelebt habens dazu entschloss, den Dollarfluss zu versiegen und mich gegen die korupte Obrigkeit aufzulehnen.Und glaubt mir, eins sei gleich zu Anfang gesagt, ich musste dafür beinahe mit dem Recht auf Existenz bezahlen und durch eine knüppelharte Schule gehen, ob ich wollte oder nicht.
Doch wie heißt der alte Spruch " was mich nicht kaputt macht, macht mich härter". Und so existiere ich immer noch.
Als ich mit meiner Partnerin, die ich 97 auf Fuerteventura kennenlernte, über Venezuela nach C.R. kam, stellte sich heraus dass ihre Unpässlichkeiten, die im Verlauf des letzten Reiseabschnitts auftraten, auf eine Schwangerschaft zurückzuführen waren. Da die Ärzte der CSSCR uns nahelegten, auf Grund des Alters meiner Partnerin (36) und den Ergebnissen der Untersuchung zufolge, nicht mehr zu reisen, und dass die Angelegenheit ja ein Notfall ist und in C.R. Notfälle gratis behandelt werden. Natürlich entschieden wir uns nicht mehr zu reisen und alles erdenkliche, wie die vorbildliche schwangerschaftsvorsorge und jede Art ärztlicher Vorsorge in Anspruch zu nehmen.
Aber nicht aus finanziellen Gründen, denn Dollar hatten wir genug aus dem Verkauf meines Hauses auf Fuerteventura dabei, ein jeder in seinem "Kippling Rucksack" 50.000$ in bar.
Die wir Gott sei Dank nach dem "Muttertag" in C.R. Dank des Justificante (Kaufvertrag) auf ein Devisenkonto einzahlen konnten. Also, dieses Land, abseits von gut und böse, war einfach unkompliziert- sympathisch, lud uns zum bleiben ein, ohne Bürokratische Hürden, einfach so, als Menschen, willkommen. Im April 98 wurde unser Töchterlein Erika im Hospital " San Juan del Dios" in San Jose unter dritte Welt Umständen geboren. Nach zwei Wochen Aufenthalt in einem Glaskasten mit spezieller Beleuchtung konnten wir endlich unsere Urwaldprinzessin mit in den Wald nehmen. Dort wuchs sie, in einem tropischen kleinen Paradies zwischen Bananen, Schlangen, zahmen Hühnern, Pfauen, Puten, Gänsen, Hasen, Meerschweinchen, Mehlwürmer und einer Vielzahl mehr oder weniger liebenswerter Insekten,wie eine vom Leben bevorteilte kleine Herrscherin über die Natürlichen Abläufe der bis dahin urtümlichen Natur auf.
Aber immer unter der fürsorglichen Aufsicht ihrer perfekten Mama. Die sie auch die Perfektion Der deutschen Sprache und alles was dazu gehört lehrte.
Als die kleine dann ins Schulalter kam war guter Rat teuer. Dort wo wir wohnten gab es nur eine Buschschule, die für ein europäisch geprägtes Kind wohl eher nicht in Frage kam. Und die kleine hatte sich mittlerweile unheimliche Spanischkentnisse aus dem Fernsehen angeeignet, dass für einen Umzug in zivilisiertere Gefilde nichts im Wege stand.
Also andere Schule, neues Glück und dieses im Laufe der Jahre ein paar mal.
Als sie die " Volksschule " mit einem, für die dortigen Verhältnisse überdimensional hervorragenden Zeugnis beendete meinte meine Gefährtin,
Wir müssen nach Deutschland, damit sie auf's Gymnasium geht und später studieren kann.
Also flogen wir, nach dem Verkauf unserer existenziellen Güter, wieder besseren Wissens, für je 580 $ one way mit meiner Partnerin und der dreizehnjährigen sonnenblonden Tochter im Juni 2011 nach Teuschland / Leipzig.
Der Schwager hatte mit den restlichen drei Geschwistern meiner Partnerin zusammen geschmissen und für uns eine Ferienwohnung gleich hinter Kaufland gemietet, das Paradies schlechthin, für weibliche Wesen mit nur langjähriger Urwalderfahrung!
Mittellos waren wir nicht, aber der Zweck heiligte die Mittel ...
Und dann, gleich am zweiten Tag die Behördengänge ... waren wir doch die neuen Deutschen – abgebrannt, ohne die üblichen Papiere, noch dazu mit einer ausländischen Tochter aus dem Bananenwald die natürlich auf's Gym sollte.
Was war los in diesem Land ? Hatten die etwa die Hürden der Bürokratie während unserer Abwesenheit abgeschafft ? – Oder träumten wir?
Selbst die von der ARGE waren überrascht, dass wir innerhalb von ein paar Tagen allen Anforderungen gerecht wurden und ein erstes Überbrückungsgeld in bar forderten, und auch bekamen! – Denn wir waren vorerst notdürftig bei Schwager Reinhard untergebracht, jedenfalls Klebten unsere Namensschilder an seinem Briefkasten!
Nur das mit dem Gymnasium stellte sich als etwas schwieriger heraus. Kreuz und quer durch Leipzig, von einem Ministerium zum anderen. Da könnte doch jeder aus dem
Urwald kommen und ... diese unleserlichen Zeugnisse ... alles übersetzen lassen, –
beglaubigen, Deutschkurs belegen, – Integrationsmaßnahme ... !
Und wann bitte sollten wir uns um den, von der ARGE geforderten einstieg in den 1.Arbeitsmarkt kümmern? ...

Bron1970
Beiträge: 16
Registriert: So Nov 26, 2017 11:22 pm

Re: ich brauche dringend Hilfe!!!

Beitrag: #60366 Bron1970
Do Feb 07, 2019 2:09 pm

Ich wünsche dir viel Erfolg.


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