Mindestens 30.000.000.000 Euro in den Sand gesetzt...

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Caribe-Klaus
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Beitrag: #4719 Caribe-Klaus
Sa Mai 06, 2006 3:23 pm

Siggi! hat geschrieben:Mal ganz im Ernst. Nein, ich meine als Notgroschen ein paar Goldmünzen oder kleine Goldstücke zu haben, dass wäre sicher nicht verkehrt.

Na gut, Spass beiseite. Aber dann muss man sich auch mit der Realität auseinander setzen. Die absolute Mehrheit der Bevölkerung ist dazu heute kaum noch in der Lage, grössere Beträge auf die Seite zu schaffen. Aber jeder sieht die Zukunft und ahnt, was hier auf uns zukommt. Zugegeben, trifft alles nicht so drastisch uns - sondern unsere (Enkel)Kinder...

Viele sehen das realistisch und planen einen neuen Weg, ob er besser ist, weiss niemand. Die meisten versuchen zu "flüchten", eben weil sie es hier nicht schaffen. Deren Perspektiven sind natürlich im (fremdsprachigen) Ausland noch schlechter. Aber das wird gerne verdrängt. Durch eiserne Disziplin kann man einiges erreichen im Ausland. Aber genau diese ist vorher hier - manchmal über Jahre - genau hier erforderlich ! Sprachkurse und eisernes sparen, manchmal über Jahre ist angesagt. Länder zu erkunden, Sprachen zu lernen u.v.m. Dann gibt es (vielleicht) eine Chance. Wer natürlich sagt, ich will weg, egal wohin, möglichst sofort - der hat schon verloren.

Das zukünftige Leben in D wird immer härter werden - aber für viele ist es immer noch besser, wie irgendwo als Tagelöhner im Ausland dahin zu vegetieren. Deutschland sinkt weiter ab - aber es ist für viele noch immer besser wie ein fremdes Land. Man kann nicht einfach gehen, in der Hoffnung, dort ist es besser. Geschenkt wird einem nirgends etwas - nur hier kennt man sich besser aus ! :wink:

Viele von uns hatten - da älter - bessere Chancen, etwas auf die "Seite" zu bringen. Sei es selber verdient, sei es Erbschaft oder was auch immer. Die jungen Leute haben echt ein Problem. ich bin froh, nicht mehr dazu zu gehören.

Eines darf man nie übersehen - der Politiker denkt nur in dem Zeitraum von 4 Jahren, wir können das nicht. Wenn die Bundesregierung eine Firma wäre, der Staatsanwalt wäre schon längst vor Ort wegen betrügerischem Konkurs. :evil:

Was mir eigentlich viel mehr Sorgen macht, Deutschland hat dieses Problem nicht das erste mal - wir haben uns aber immer nur nach einer bestimmten Konstellation wirtschaftlich erholt... :shock:

Gruss Klaus
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Siggi!
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Beitrag: #4720 Siggi!
Sa Mai 06, 2006 3:57 pm

Die absolute Mehrheit der Bevölkerung ist dazu heute kaum noch in der Lage, grössere Beträge auf die Seite zu schaffen

Wann war jemals dazu schon die Mehrheit der Bevölkerung in der Lage? Das geht doch erst (je nach Geiz und Verschwendungssucht) ab Mittelschicht aufwärts. Hat sich da wirklich etwas signifikant verändert? Hast Du Zahlen? Hier die Durchschnittsverdienste
http://www.destatis.de/indicators/d/lrver05ad.htm
Für Gesamtdeutschland 3542 Euro pro Person. Das sind gut 2100 Euro für einen Ledigen oder 2550 Euro netto für einen Verheirateten. Viele Verheiratete sind Doppelverdiener und haben dann statistisch zusammen gut 4000 Euro. Also ich sehe nicht, dass der Durchschnittsbürger nichts mehr zur Seite legen kann. Was natürlich größere Beträge sind, dass ist nicht klar definiert.

trifft alles nicht so drastisch uns - sondern unsere (Enkel)Kinder

Keine Ahnung, wann die nächste richtige Weltwirtschaftskrise kommt. Ich wäre mir nicht sicher, ob ich es nicht noch erlebe.

Deren Perspektiven sind natürlich im (fremdsprachigen) Ausland noch schlechter

Zustimmung

Ansonsten wird Deutschland auch gern schlecht geredet. Natürlich ging es in den letzten Jahren nicht gerade aufwärts. Aber D gehört immer noch zu den am besten entwickelten Ländern in der Welt und hat für die Mehrzahl der Bürger immer noch überdurchschnittlich gute Verdienstmöglichkeiten (global betrachtet).

Gruß Siggi

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Beitrag: #4721 Caribe-Klaus
Sa Mai 06, 2006 5:01 pm

Siggi! hat geschrieben:Für Gesamtdeutschland 3542 Euro pro Person. Das sind gut 2100 Euro für einen Ledigen oder 2550 Euro netto für einen Verheirateten. Viele Verheiratete sind Doppelverdiener und haben dann statistisch zusammen gut 4000 Euro. Also ich sehe nicht, dass der Durchschnittsbürger nichts mehr zur Seite legen kann.

Aber D gehört immer noch zu den am besten entwickelten Ländern in der Welt und hat für die Mehrzahl der Bürger immer noch überdurchschnittlich gute Verdienstmöglichkeiten (global betrachtet).

:shock: Das habe ich nun davon, ich habe ja dieses Thema begonnen. Statistiken ! Vorschlag, einfach mal in die Stellenanzeigen sehen und nachlesen, was für ein Lohn die Leute, heute, tatsächlich angeboten bekommen. Ich selber habe einige Leute "unter" mir. Denen ich alles sagen und vorgeben muss. Mein "Spitzen-Mitarbeiter" hatte vor 2 Jahren sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Aber auf Grund seiner alten Verträge - die auch in der Statistik sind - besser verdienen wie ich. So ist die Realität und die Statistik. Unter anderem. Aber eine aussterbende Rasse.

Viele Rentner heute verstehen nicht, wie man mit den heutigen Löhnen leben kann. Sie bekommen nämlich noch eine solide Rente. Ein Bekannter von mir, Frührentner vor ca. 13 Jahren geworden, mit damals einem Alter von 53 Jahren bei der BVG in Berlin, bekommt ca. 2.300,- Euro Rente netto. Er war "nur" Busfahrer. Davon träumt der heutige Arbeitnehmer, dies überhaupt zu erhalten. Aber sowas läuft auch in die Statistik ein. Wie alle alten Arbeitsverträge. Stimmt ja auch - nur wie lange noch ? :twisted:

Aber auch das ist bald vorbei. Alles eine Frage der Mathematik.

Einfach mal mit dem heutigen Standard vertraut machen, die jungen Leute sind die Zukunft und müssen den Preis für unsere Politik bezahlen, nicht die älteren, mit ihren sicheren, unkündbaren Verträgen die nur noch auf ihre Rente hin arbeiten - aber ich glaube und hoffe, einige User hier können jetzt dann mehr dazu sagen.

Und um zum Eingangsthema zurück zu kommen, wer und wie soll die horrende Schuldensumme des Staates (des Bürgers) zurück zahlen und wie ? Einige Politiker versuchen nun endlich, für das, wie Du schreibst, "mit am einer der besten entwickelten Länder der Welt" wenigstens einen Grundlohn von 7,- Euro pro Stunde für die Arbeitnehmer zu verwirklichen. 8) Kennen die eigentlich unsere Nebenkosten und Abzüge ? Sorry, auch nur Statistik. Man nimmt alle Einkommen der Bürger der Stadt München in einen Topf und wundert sich dann, warum es so viele 1-Zimmer Untermieter hier gibt. :roll:

Gruss Klaus
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Siggi!
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Beitrag: #4722 Siggi!
Sa Mai 06, 2006 8:38 pm

Vorschlag, einfach mal in die Stellenanzeigen sehen und nachlesen, was für ein Lohn die Leute, heute, tatsächlich angeboten bekommen.

Ich habe selbst noch eine GmbH in Deutschland und lese immer mit Interesse die Gehaltreports in der Zeitschrift c't. Mit einem mittleren Durchschnittsverdienst von 48500Euro/p.a. scheinen mir die Leute in meinem Bereich nicht zu verhungern. Auch kann ich keine wesentlichen Einbrüche feststellen. Gut ein Jahr sieht die Statistik ein wenig Arbeitgeber-freundlicher aus, ein nächstes mal Arbeitnehmer-freundlicher. Auch habe ich speziell für meine Mitarbeiter aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation die Gehälter nicht reduzieren können, etc. Also kurz: Keine wesentliche Änderung.

Wenn ich mit Kunden im Gespräch bin, dann höre ich Verunsicherung (die Unternehmen kennen die Situation und versuchen die Arbeitnehmer zur Mehrarbeit "zu motivieren"). Mehr Druck und Unsicherheit ist da. Die Stimmung ist schlechter. Einige bekommen keine Sonderzulagen mehr. Das war's aber auch schon. Wenn ich auf den Firmenparkplatz schaue, dann sehe ich, wir sind weit vom verhungern entfernt. Der Ingenieur fährt den 7er BWM (neu versteht sich).

Alles was sich sage gilt für Personen mit abgeschlossenen Hochschulstudium, z.T. mit Promotion. Ich habe ganz deutlich den Eindruck, dass der Kahlschlag nur im unteren Lohnbereich stattfindet. Wieviel das dann letztlich an der Gesamtstatistik tut, kann ich nicht beurteilen.

Gruß
Siggi

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Beitrag: #4723 Caribe-Klaus
Sa Mai 06, 2006 11:02 pm

Siggi! hat geschrieben:Hier die Durchschnittsverdienste
http://www.destatis.de/indicators/d/lrver05ad.htm
Für Gesamtdeutschland 3542 Euro pro Person. Das sind gut 2100 Euro für einen Ledigen oder 2550 Euro netto für einen Verheirateten. Viele Verheiratete sind Doppelverdiener und haben dann statistisch zusammen gut 4000 Euro.

Na aber Siggi, hast Dich wohl leicht vertan ? Oder falsch gelesen ? :roll:
Die Mehrheit sind nun mal Arbeitnehmer und nicht Angestellte und hier, aus Deiner gleichen Quelle, mal die BRUTTO Verdienste:

http://www.destatis.de/indicators/d/lrver03ad.htm

Da liegen wir bei netto schon mal - leider - bedeutend niedriger. Und die Leute können sich nicht den neuen 7er BMW leisten - die dürfen den höchstens zusammen schrauben. 8)

Wie aber mit diesem Durchschnittseinkommen (Brutto) die Summe von 1,5 Billionen Euro Staatsschulden abgebaut werden soll und kann ist und bleibt mir immer noch ein Rätsel. Ich hoffe, "unsere" Geschichte wiederholt sich nicht schon wieder.
Bis dato gab es nur immer einen wirtschaftlichen Aufschwung nach... :shock:

Gruss Klaus
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Beitrag: #4724 Siggi!
So Mai 07, 2006 6:37 am

Hallo Klaus,

Na aber Siggi, hast Dich wohl leicht vertan

Nicht vertan. Wir sprechen von den Leuten, die Geld in größeren Mengen sparen können. Das waren noch nie die Arbeiter. Auch vor 10 Jahren nicht.

Die Mehrheit sind nun mal Arbeitnehmer und nicht Angestellte

Du meinst Arbeiter nehme ich an, Arbeitnehmer sind sowohl Angestellte als auch Arbeiter. Es gibt im übrigen wesentlich mehr Angestellte als Arbeiter: http://www.destatis.de/basis/d/erwerb/erwerbtab1.php
Das Verhältnis ist fast 2:1!

Die Durchschnittsverdienste von Arbeitern betragen netto: gut 1500 Euro für Ledige und bei Steuerklasse III gut 1800 Euro. Mir ist bewußt, dass zum Teil in ländichen Bereichen noch weniger gezahlt wird. Arbeiter, die mit 1200 Euro (und weniger) nach Hause kommen, kenne ich auch.

Klar liegen die Gehälter der Arbeiter niedriger als die der Angestellten. Aber auch dort ist ein Zuwachs zu verzeichnen und kein Einbruch.

Es ging um diese Aussage:
Die absolute Mehrheit der Bevölkerung ist dazu heute kaum noch in der Lage, grössere Beträge auf die Seite zu schaffen

Durch die Aussage wird suggeriert, dies sei früher einmal anders gewesen. Das erzeugt meinen Widerspruch und ich denke zu recht. Der Arbeiter hatte vor 20 Jahren genauso wie heute kein Schweizer Nummernkonto. Und die (Selbständigen, Freiberufler, Arbeitnehmer in gehobenen Positionen), die es vor 20 Jahren hatten, dürften es jetzt auch haben.

Hier mal eine Grafik mit dem pro-Kopf Netto Einkommen, d.h. bei einer Familie mit 2 Kindern muss man den angegebenen Betrag mit 4 multiplizieren, um auf das Haushaltseinkommen zu kommen:
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/bilder/VII/abb/abbVII23.gif
Klar das Alleinerziehende und junge Familien nicht so gut gestellt sind wie Etablierte. Aber selbst bei "Paare mit jüngstem Kind unter 6 Jahre" liegt das Haushaltsnettoeinkommen noch über 3000 Euro im Monat.

Gruß
Siggi

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Beitrag: #4728 arnego2
So Mai 07, 2006 4:00 pm

Hallo Diskutierer,
Also ich glaube da hat Sigi recht:
Siggi! hat geschrieben: ...Durch die Aussage wird suggeriert, dies sei früher einmal anders gewesen. ....

Am Ende vom Lied hat sich nicht sehr viel geändert, klar es ist einfacher jetzt den Medien zu glauben das wir alle besser verdienen als unsere Vorväter. :oops:

Aber die Kaufkraft ist eher so: 1 Dollar des Jahres 1920 hat ca. die gleiche Kaufkraft wie 9,4 Dollar im Jahr 2005. Quelle
Die Politik lebt doch von den Erfolgen der Entwicklung, so geht es uns von Regierung zu Regierung besser. Oder so sollen wir es glauben. Und das ist International gleich. :oops:

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Beitrag: #4729 Caribe-Klaus
So Mai 07, 2006 4:35 pm

arnego2 hat geschrieben:Hallo Diskutierer,
Also ich glaube da hat Sigi recht

Na gut, ich gebe mich geschlagen und erkenne das an. :wink:

Aber auf jeden Fall könnte Siggi Politiker werden, von dem eigentlichen wichtigen Thema, nämlich der 1,5 Billionen Staatsschulden, hat er mich glatt auf einen unwichtigen Nebenschauplatz geführt so das niemand mehr an das Eingangsthema denkt. 8)

Gruss Klaus
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Nebenschauplatz

Beitrag: #4731 arnego2
So Mai 07, 2006 5:06 pm

Hallo Klaus,
na unwichtigen Nebenschauplatz ist das nicht, denn er ist mit dem Vorherigen Beitrag ja gut verknüpft. :cry:
Denn das Vorgaukeln das "uns geht es besser als unter der letzten Regierung" kostet ja auch einiges. Und die Beruhigung der Nerven? Einer muss ja auch für die Spesen aufkommen, oder? :cry:

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Beitrag: #4732 Caribe-Klaus
So Mai 07, 2006 5:27 pm

Haben sich denn jetzt alle gegen mich verschworen ? :shock:

Klar ist a u c h das wichtig, aber mir ging es um dieses Thema, die Zukunftsaussichten der heutigen Jugend und unserer Kinder bzw. Enkelkinder, darum in memory:

Staats- oder doch Bürgerschuld

Diese Horrorsumme, die weiterhin ungebrochen ansteigt, belastet die Zukunft der folgenden Generationen. Und noch nicht mal ein stoppen ist in Sicht. Und egal welche Regierung/Partei, keine kümmert sich darum, sie denken ja nur in 4-Jahres-Intervallen.

Ich habs nochmal geschafft, 2x fast das Gleiche zu schreiben, ätsch . :twisted:

Gruss Klaus
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Beitrag: #4737 Siggi!
So Mai 07, 2006 9:31 pm

Hier wird das Gruselkabinett recht gut beschrieben:

http://www.staatsverschuldung.de/


Es besteht keine Chance, die Schulden abzutragen, wenn Sie nicht weiter wachsen würden, wäre dies schon eine deutliche Leistung. Aber das ist alles nicht in Sicht.

Man muß sich einmal vorstellen, irgend jemand würde das privat tun, was der Staat macht: Nie einen Cent zurückzahlen, sondern für die Rückzahlung immer neue Schulden aufnehmen! Das Resultat ist ein exponentielles Wachstum der Schulden. Früher oder später funktioniert das nicht mehr. Da gibt es nur eine Lösung: Die Notenpresse!

(So jetzt hab ich auch 2x fast dasselbe geschrieben)

Gruß Siggi

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Jupp
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Beitrag: #4747 Jupp
Mo Mai 08, 2006 9:53 am

In Deutschland sieht es zur Zeit so aus, daß der Mittelstand weggebrochen wird, durch immer mehr Reglementierungen und nur die kleinen Nischenanbieter und die großen global agierenden Firmen werden überleben.

Ich sehe es auch so, daß es keine großen Änderungen von früher nach heute gibt. Wer früher sparen konnte, kann das auch heute. wer früher kein Geld hatte, wird es auch jetzt nicht haben.

(Wer hier scheitert, scheitert auch im Ausland, hust hust)

Die Schulden können nicht von uns und nicht von unseren Enkeln zurückgezahlt werden.

Wie dem auch sei, ich befürchte ähnliches wie Karibe-Claudius, es wird in absehbarer Zeit zum Knall kommen. Manche meinen, eine von langer Hand geplante Angelegenheit (der großen 13).

Dagobert macht es sicher richtig. Und Siggi ist auch auf dem richtgen Weg.

Nur der kleine Bürger, der schaut in die Röhre.

Übrigens, der 7er BMW ist zu 70% oder war es noch mehr? geleased oder finanziert.
Auswandern? Eher nicht, aber ein Altersruhesitz irgendwo im Nirgendwo?
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Beitrag: #4756 Siggi!
Mo Mai 08, 2006 11:38 am

Hallo Jupp
Übrigens, der 7er BMW ist zu 70% oder war es noch mehr? geleased oder finanziert.

Ich glaub, es sind mehr als 70%, wenn ich mich recht erinnere. Aber das sagt nichts, denn zum einen ist es gut für den Konsum, zum anderen müssen die Personen letztendlich sogar mehr, als der Barzahler dafür aufwenden und somit müssen sie es sich leisten können, wenn auch nicht sofort.
Für mich persönlich sind derartige Finanzierungsentscheidungen (geht ja noch schlimmer: der Fernseher auf Kredit) nicht nachvollziehbar, aber ich muss ja auch nicht die Zinsen bzw. Leasingraten bezahlen, also soll es mir doch egal sein.
Gruß Siggi

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Beitrag: #4757 Jupp
Mo Mai 08, 2006 11:44 am

es geht noch schlimmer:

Der Urlaub auf Kredit!

Denn der steht jedes Jahr an...

und sie können es sich nicht leisten, wie die wachsende Zahl der privat-Insolvenzler zeigt und besonders lustig, die Zahl derer, die nach erfolgreicher Entschuldung nach Privatinsolvenz direkt die nächste PrivatInsolvenz einlegt, steigt. Warum auch nicht, ich muß es ja nicht zahlen. Die Zeche zahlen andere.
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neues Gesetz ?

Beitrag: #4773 Caribe-Klaus
Di Mai 09, 2006 3:35 am

Zu unserer desolaten (Renten)Finanzlage fällt mir folgender - nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag - ein. (Stammt nicht von mir !!!)

Sorry im voraus. :oops:

Neue Verkehrsregeln.
Um das Loch in der Rentenkasse zu stopfen, sollen ab Januar 2007 neue Verkehrsregeln eingeführt werden:

Rentner und Vorruheständler ab 55 dürfen dann auch bei Rot die Straße überqueren – ab 65 müssen sie es!

Gruss Klaus
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