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Caribe-Klaus
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Beitrag: #42635 Caribe-Klaus
Do Feb 24, 2011 12:31 pm

Nur mal so zur Info für die, die daheim sich selber bedauern und bitter beschweren, wie schlecht es hier in D ist und Mann/Frau keine Chance bekommt :

Im gerade gesendeten Beitrag der Nachrichten auf Bayern 3 wiesen die Verantwortlichen des Flughafen München darauf hin, dass sowohl der Fughafen wie auch die dort ansässigen Firmen derzeit 1.000 offene Stellen haben, die sie nicht besetzen können - es gibt keine Bewerber... :shock:

Allein die Lufthansa hat derzeit 600 unbesetzte Stellen frei.

Ja wo sind sie denn ? Oder, wo schaukeln sie denn bequem in der sozialen Hängematte ? Vor allem, was tun diese Aktenverwalter der Bundesagentur für Arbeit ? Staubwischen ?

Gruss Klaus, wohlwissend das es kein Thema für ein Auswanderforum ist - oder etwa doch ? Gerade diese Gründe - "keine Chance" - werden hier ja oft betont. Mal eben ein paar tausend Kilometer umziehen und eine andere Sprache lernen, ist ja kein Problem, aber "nur" ein paar hundert Kilometer im Heimatland umziehen eine nicht zu schaffende Hürde...
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rabiene
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Beitrag: #42638 rabiene
Do Feb 24, 2011 2:25 pm

Es gibt ja teilweise mit H4 mehr Geld als wenn sie wo arbeiten...warum sollen sie dann... :twisted:

MamboJoe
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Beitrag: #42639 MamboJoe
Do Feb 24, 2011 10:12 pm

rabiene hat geschrieben:Es gibt ja teilweise mit H4 mehr Geld als wenn sie wo arbeiten...warum sollen sie dann... :twisted:

.... hinzu kommen noch die hohen Kosten im Muenchener Raum. Da wird man noch lange nach Bewerbern suchen mussen.

MamboJoe

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Caribe-Klaus
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Beitrag: #42640 Caribe-Klaus
Do Feb 24, 2011 11:12 pm

Eine Milchmädchenrechnung als Kommentar hat
natürlich auch noch gefehlt... 8)

Im Umkehrschluss heisst das ja dann wohl :
es ist vernünftiger, arbeitslos zu bleiben und sich auch die billigere Miete vom Steuerzahler bezahlen zu lassen als selber zu arbeiten und damit seine teurere Miete auch selber zu bezahlen ? Unabhängig mal davon, dass hier ein ganz anderes Lohnniveau herrscht wie im verarmten Norden oder Osten der Republik.

Im übrigen für alle "Wirtschafts-Fachleute", in Augsburg sind die Mieten z.B. bedeutend günstiger wie in München. Meine Frau als leitende Personaldisponentin dort hat derzeit über 400 Stellen vom Facharbeiter bis zum Helfer ohne Kenntnisse zu besetzen - es fehlen nur die arbeitswilligen...

Letzte Woche lud sie 21 Arbeitslose zur Bewerbung ein. Erschienen sind 3 Personen. Alle 3 wurden eingestellt. Am nächsten Tag erschienen zur Arbeit sind 2 Personen. Das ist die Realtität.

Die Nachfolger Null-Bock-Generation steht schon
in den Startlöchern > click

Gruss Klaus,
aus einem Vorort von München
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rabiene
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Beitrag: #42645 rabiene
Fr Feb 25, 2011 3:26 pm

Caribe-Klaus hat geschrieben:Im Umkehrschluss heisst das ja dann wohl :
es ist vernünftiger, arbeitslos zu bleiben und sich auch die billigere Miete vom Steuerzahler bezahlen zu lassen als selber zu arbeiten und damit seine teurere Miete auch selber zu bezahlen ?

Aus Sicht der H4ler...ja.....wenn ich was zu sagen haette...nein... :wink:

MamboJoe
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Beitrag: #42646 MamboJoe
Fr Feb 25, 2011 3:48 pm

Caribe-Klaus hat geschrieben:Eine Milchmädchenrechnung als Kommentar hat
natürlich auch noch gefehlt... 8)

..........

Ja, das ist eine ganz einfache Rechnung. Ich habe selbst jahrelang im Raum Muenchen gewohnt. Natuerlich ist das Lohnniveau dort hoeher, deckt jedoch keinesfalls die hoeheren Kosten als in anderen Teilen Deutschlands. Klar kann ich jeden Tag bis nach Augsburg oder weiter fahren um Mietkosten zu sparen. Rechne dir mal die Zeit und die Fahrkosten aus.

Die Milchmaedchenrechnung kommt von dir selbst. 1.000 offene Stellen aber keine Arbeitswilligen. Genau das ist die Milchmaedchenrechnung.

Zuerst sollte einmal analysiert werden, welche Stellen das ueberhaupt sind.
Hochbezahlte Managerjobs, Ingenieure, Akademiker ... wo in der Regel Umzugskosten bezahlt werden und Geld erst einmal vorhanden ist.... oder billige Halbtagsjobs wo man keine Familie von ernaehren kann, keine Aufwendungen bezahllt werden. Die meisten dieser Leute haben sicher nicht mal das Geld fuer ein Vorstellungsgespraech, Hotelauftenthalt und weitere anfallende Unkosten (die vielleicht irgendwann mal das AA uebernimmt).

Im naechsten Schritt sollte man mal die Stellenangebote selbst naeher analysieren. Oft scheitert es an unangemessenen Anforderungen der Arbeitgeber, dass sich erst garkeiner bewirbt. Jeder will nur Leute mit moeglichst viel Erfahrung und das oft bei den primitivsten Jobs.

Jetzt komm mir aber nicht mit solchem Todschlagargument, mein Opa hat taeglich 3 Schachteln Zigaretten geraucht und ist 100 Jahre alt geworden. Das ist naemlich genau die Milchmaedchenrechnung, wie du sie in deinem Beispiel machst.

Die Gegenueberstellung 1.000 offene Stellen aber keine Leute hat sicher viele Ursachen. Das immer auf die faulen Arbeitslosen zu schieben, ist sicher die primitivste Erklaerung. Da ist es nicht mehr weit zur Behauptung, wir haben 5 Millionen Arbeitslose und 5 Millionen Auslaender. Also Auslaender raus....... und das Problem ist geloest.

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Caribe-Klaus
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Beitrag: #42648 Caribe-Klaus
Fr Feb 25, 2011 4:17 pm

Dein letzter Satz ist mir zu primitiv, als das ich darauf eingehe. Viele Deutsche können von arbeitswilligen Ausländern hier lernen. Ansonsten solltest Du Dich mal mit der Realität beschäftigen. Setze Dich mal eine paar Stunden in die Bundesagentur für Arbeit, z.B. in München, Kapuzinerstrasse. Liveprogramm bis zum schlecht werden.

Und bevor Du über den Flughafen von Managern, Akademikern spricht - informiere Dich erstmal. Du würdest Dich wundern, was alles gesucht wird. Auch ansonsten würdest Du Dich morgens in einem ICE wundern, wieviel täglich von Augsburg nach München zur Arbeit fahren. Ebenso wie umgekehrt. Eine Firma baut eben sicherlich nicht vor meiner Haustür wegen mir. Entweder ICH nehme den Fahrweg auf mich oder ich ziehe dahin. So einfach ist das. Oder bleibe auf dem Sofa und weine.
Fahrzeit mit der Bahn Augsburg HBF - München HBF = 40 Minuten.

Ich weiss, der Zeitaufwand ist nicht zumutbar, da läuft ja das Frühstücksfernsehen. Und ansonsten lese Dir meinen vorigen Beitrag nochmal durch. Da wurden 21 Leute von Augsburg für eine Tätigkeit in Augsburg eingeladen. Hotelübernachtung braucht es nicht...

Übrigens der Spruch "alle Arbeitslosen" ist absoluter Schwachsinn.
Davon spricht keiner. Von der 2. Generation Hartz dagegen schon.
Die 3. wird jetzt aus der Schule ohne Abschluss entlassen, siehe obigen Artikel.

Gruss Klaus
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Beitrag: #42650 MamboJoe
Fr Feb 25, 2011 7:23 pm

Caribe-Klaus hat geschrieben:............. Und ansonsten lese Dir meinen vorigen Beitrag nochmal durch. Da wurden 21 Leute von Augsburg für eine Tätigkeit in Augsburg eingeladen. ..........


Das solltest du besser selber tun:
Caribe-Klaus hat geschrieben:Letzte Woche lud sie 21 Arbeitslose zur Bewerbung ein. Erschienen sind 3 Personen. Alle 3 wurden eingestellt. Am nächsten Tag erschienen zur Arbeit sind 2 Personen. Das ist die Realtität.

Hier steht kein Wort ueber Taetigkeit von Augsburg in Augsburg. Aussdem ging es um Muenchen.

MamboJoe

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Siggi!
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Beitrag: #42663 Siggi!
Sa Feb 26, 2011 9:47 am

Caribe-Klaus hat geschrieben:Im Umkehrschluss heisst das ja dann wohl :
es ist vernünftiger, arbeitslos zu bleiben und sich auch die billigere Miete vom Steuerzahler bezahlen zu lassen als selber zu arbeiten und damit seine teurere Miete auch selber zu bezahlen ?

Wenn ein Arbeitsloser ein Hirn (und keine Skrupel) hat: Ganz klar ja! Der arbeitet dann noch ein wenig schwarz nebenher und hat Zugang zu kostenlosen Lebensmitteln via Tafel. Wenn man die Möglichkeiten richtig ausnutzt, muss man schon recht gut verdienen, dass man durch ehrliche Arbeit mehr verdient. Das ist leider die Realität. Nicht alle nutzen dies aus, aber viele die ich über die Ukraine kennen gelernt habe.

Gruß
Siggi

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Caribe-Klaus
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Beitrag: #42666 Caribe-Klaus
Sa Feb 26, 2011 10:30 am

MamboJoe hat geschrieben:Hier steht kein Wort ueber Taetigkeit von Augsburg in Augsburg.

Irrtum :
in Augsburg sind die Mieten z.B. bedeutend günstiger wie in München. Meine Frau als leitende Personaldisponentin dort

Und sucht natürlich von dort aus nicht für den Münchner Flughafen. Aber wir wollen uns ja nicht an Kleinigkeiten aufhängen. Wohl eher ein Missverständnis. 8)

Ansonsten Siggi, auch dies ist schon lange bekannt. Einziges Problem für unsere ausschliesslich im 4-Jahres-Rhytmus denkenden Politiker - auch die haben eine Wahlstimme...

Gruss Klaus
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kurtchen
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Beitrag: #42670 kurtchen
Sa Feb 26, 2011 2:11 pm

Also ich will dazu nur über eine Erlebnis schreiben das ich neulich in Köln erlebt hatte.

Köln, HBF, asiatisches Restaurant, ja wer saß an meinen Tisch:

Heiner Geißler(wirklich, er war es), er saß an einen großen Tisch seitlich versetzt von mir.

Ich ließ ihn essen, warum ihn ansprechen ? Der will seine Ruhe haben dachte ich mir.

Nun ein junger Türke kam, mit 5 Kindern setzte er sich an den Tisch, bestens gepflegt, jung und gut gekleidet.

Der Türke: Guten Tag Herr Geißler

Geißler: Guten Tag

Türke: Und wie geht es Ihnen es Ihnen, sind Sie noch aktiv ?

Geißler: ein bisschen , ich habe ein Projekt in Stuttgart abzuwickeln.
Und Sie ? Er blickte sich um, checkte die Zuhörer am Tisch.
Dann musterte er den Türken: Und sie leben von Hartz4, oder ?

Türke, ja.

Geißler nickte und das Gespräch war beendet, die Antwort hatte er erwartet.

Unglaublich: gut gekleideter Türke im besten Abeitsalter (so 35) ißt alleine und seine fünf kleinen Kinder
bekommen nichts und sehen zu.

Das soweit meine Geschichte.

Meine Meinung generell:

wir werden immer 7 Prozent Arbeitslose haben, und das sind nun mal
die hier aufgewachsenen aus Anatolien, die gebildeten Türken kommen nun mal nicht zu uns. Wir können Ihnen aber keine geeigneten Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, wir brauchen Qualifizierte wie Ingenieure, Krankenschwestern, Techniker usw,

Ergo: Die 7 Prozent Arbeitslosen bleiben und leben von H4 .

Die eigentliche Quote derjenigen die wirklich Hilfe vom Staat brauchen
wie Alleinerziehende, Alkoholiker, usw . dürfte so bei 0,5 Prozent liegen.

Ein Bekannter macht Weiterbildungsmaßnahmen für das Arbeitsamt
für Langzeitarbeitslose.

Von 40 angemeldeten kommen bei weitem nicht alle, 70 Prozent sind Ausländer aus der arabischen Welt, wie soll er Unterricht machen wenn die Kein Deutsch sprechen können und auch nicht wollen ?

Es gab viele Antipathien im Kurs: diejenigen die an der Weiterbildung Interesse haben(z,B Asiaten oder Osteuropäer) finden die unmotivierten
Türken als Hindernis.

Soweit aus der Praxis für die verhinderten Weltverbesserer.

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Re: Info-Portal für ???

Beitrag: #42769 MamboJoe
Mo Mär 07, 2011 12:26 am

Caribe-Klaus hat geschrieben:.........wiesen die Verantwortlichen des Flughafen München darauf hin, dass sowohl der Fughafen wie auch die dort ansässigen Firmen derzeit 1.000 offene Stellen haben, die sie nicht besetzen können - es gibt keine Bewerber... :shock:

......

Dann wundert es mich, dass die Verantwortlichen des Flughafens in Muenchen nur ganze 2 freie Stelle auf ihrer Webseite anzubieten haben und die dort aufgelisteten Firmen zum Teil nicht eine einzige:

http://www.munich-airport.de/de/company ... /index.jsp

Die Intention des Beitrages von Bayern 3 gewinnt damit schon eine etwas andere Deutung.

MamboJoe

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Caribe-Klaus
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Beitrag: #42770 Caribe-Klaus
Mo Mär 07, 2011 3:19 am

Es wundert Dich ? Erstaunlich. Vielleicht solltest Du das nochmal lesen:
wie auch die dort ansässigen Firmen derzeit 1.000 offene Stellen haben

Es dürfte ja allgemein bekannt sein, dass vom Cargo-Unternehmen über Sicherheitsleute bis zum Restaurant hin auch an allen Flughäfen Fremdfirmen eingesetzt sind, die natürlich ihr Personal selber suchen, nicht aber die Flughafengesellschaft. 8)

Aber wenn es Dich näher interessiert, vielleicht findest Du einen Teil der offenen Stellen z.B hier, in nur einer Zeitung von vielen, unter den dort angebotenen 2.000 offenen Stellen im Raum München.

Ansonsten gibt es viele Möglichkeiten, eine Arbeitsstelle um Gotteswillen bloss nicht zu finden...

Gruss Klaus
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Jambo
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Beitrag: #42771 Jambo
Mo Mär 07, 2011 9:44 am

Hallo,

eigentlich gehört dieses Thema ins Weißbierstüberl, denn dort kann man auch einmal mit Stammtisch-Parolen a la ... tausende offene Stellen, und die faulen Arbeitslosen leben lieber auf Kosten des Steuerzahlers ... aufwarten :D

Denn etwas anderes ist es nicht, diese stupide Meinungsmache der Medien inkl. Radiosendern wie BR 3.

Da kann man sich schon einmal aufregen und seinem Ärger kurz Luft verschaffen ... gell Klaus :lol:

Leider schaffen es die Medien immer wieder ganz geschickt, dass der Ärger der Wutbürger in die falsche Richtung gelenkt wird ... denn WER hat denn das Problem kreiert ? Die Arbeitslosen mit ihrer "Faulheit" oder unsere Bundeskasperle mit der Verweigerung der Einführung von Mindestlöhnen und somit der zumindest teilweisen Beendigung des Lohndumping ?

Der erste Ansatz liegt hier ...

MamboJoe hat geschrieben:
1.000 offene Stellen aber keine Arbeitswilligen. Genau das ist die Milchmaedchenrechnung ... Zuerst sollte einmal analysiert werden, welche Stellen das ueberhaupt sind.
Hochbezahlte Managerjobs, Ingenieure, Akademiker ...




stimmt genau ...
90% der angebotenen Stellen richten sich an eine Schicht Arbeitnehmer, die zu 90% garnicht arbeitslos sind.
Der Rest bewegt sich in einem Bereich, den man als Niedriglohnsegment ansehen muss und da fehlt tatsächlich der finanzielle Anreiz, eine solche Tätigkeit auf zu nehmen.

Eine HartzIV Familie mit bspw. 2 Kindern hat etwa 700.- plus Kindergeld 350.- plus der Miete, die gezahlt wird, zur Verfügung.

Das Kindergeld gibts auch, wenn man einen Job hat ... also hat man etwa 1.200.- netto zur Verfügung. (HartzIV + Miete)

Wo verdient man nun 1.200.- netto ?
Verkäuferin, Gebäudereiniger, Koch, Paketzusteller usw. usf. ... von einfachen Hilfstätigkeiten ganz abgesehen.

Wie kann man den Arbeitslosen nun motivieren, etwas zu tun ?
Und das alle einfach nur faul sind, ist Schwachsinn, der durch unsere Verblödungsmedien verbreitet wird.

Soll man den Arbeitslosen das Geld kürzen ?
Aus Sicht der Arbeitgeber eine gute Idee, denn so kann man für den Job, für den man heute noch 1.200.- bezahlt, morgen für 1.000.- anbieten, denn irgendein Verzweifelter findet sich schon, der das dann akzeptiert, auch wenn er von den 1.000.- gleich 650.- für seine Miete abdrückt.

Also, wo ist nun das Problem ?
Das Problem ist, dass es sich für die meisten Arbeitslosen garnicht lohnt, sich um einen Job zu bemühen, da sie mit ihrer Qualifikation eh nur Chancen auf einen Job im Niedriglohnbereich haben.

Wie kam das nun zustande und wer ist dafür verantwortlich, dass Arbeitgeber Löhne zahlen, die zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel sind ?

Ich will es an einem Beispiel aus der Branche aus der ich stamme erklären ... der Gastronomie.

Gelernter Koch ... vor etwa 8 Jahren Gehalt im Alpenraum 1.600 - 1.800 Euro netto. Plötzlich strömten osteuropäische Arbeitskräfte auf den Markt, da unsere Politiker es für besser hielten, wenn Haus und Tor für jedermann geöffnet ist.
Ein slowakischer Koch verdiente in seiner Heimat etwa 500.- Euro. Das wussten auch die dt. oder österreichischen Arbeitgeber und boten dem Neu-EU´ler stramme 700.- Euro für seine Dienste. Der Slowake, Pole oder Ex-Jugo willigte ein ... hauste mit 3 seiner Kollegen in einer Bude verdiente plötzlich 30 % mehr, während der Deutsche in die Röhre guckte, denn für den Lohn konnte er beim besten Willen nicht arbeiten.

Und so zieht sich das wie ein roter Faden durch sämtliche Branchen ... und das kommt dabei heraus, wenn man Nationen unterschiedlichen Entwicklungsstandes alle in einen Topf wirft ... die einen profitieren davon, während andere gewaltig federn lassen müssen.

Und das Land, dass dabei am meisten federn lassen muss, ist unser Land und schuld daran sind nicht die vielen ach so faulen Arbeitslosen, sondern die Irren, die sich Politiker nennen und in ihrem Amtseid geschworen haben, alles zum Wohle unseres Volkes zu tun ... hahahaha :lol:


Prost Klaus
... und wenn du schon Groll hegst, dann kanalisiere ihn doch richtig, denn dann klappt es auch eines Tages, dass diese Bundes-Kasperle über den Jordan geschickt werden.


Viele Grüße
Jambo

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Beitrag: #42773 arnego2
Mo Mär 07, 2011 12:03 pm

Jambo hat geschrieben:Das Problem ist, dass es sich für die meisten Arbeitslosen garnicht lohnt, sich um einen Job zu bemühen, da sie mit ihrer Qualifikation eh nur Chancen auf einen Job im Niedriglohnbereich haben.


Hallo Jambo
und wie nennst du es wenn potentielle Arbeitnehmer nicht arbeiten wollen weil es sich in ihren Augen nicht lohnt? wiki

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