Tipps zur Einwanderung als Rentner nach Costa Rica

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najas
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Tipps zur Einwanderung als Rentner nach Costa Rica

Beitrag: #60428 najas
Fr Apr 05, 2019 6:30 am

Meine Erfahrungen nach 6 Tagen als Einwanderer nach Costa Rica.
Ich möchte euch erzählen, was ich hätte besser machen können bei den Vorbereitungen um nach Costa Rica einzuwandern um euch das zu ersparen unötig Geld zu verlieren auf Grund unfähiger Bediensteter von Konsulaten oder Botschaften wie es mir passiert ist. Bevor ich ausgewandert bin, habe ich mich natürlich informiert bei Konsulaten wie Botschaften. In einer Sache ging es darum um nicht in die falle zu tappen, die Umbuchung von einem Touristenvisa auf ein Aufenthaltsvisa welches 200$ pro Person kostet zu geraten. Also fragte ich bei der Costa Ricanischen Botschaft in Madrid nach, was sie mir empfehlen würden, das so zu machen das ich nicht diese Umbuchung bezahlen müsse. In der Antwort stand dann, das man mir raten würde, das bei der erstbesten Migration in Costa Rica zu machen.
Also ich mit allen meinen Papieren nach Costa Rica.
Angekommen bei der Migration in San Jose bat ich um einen Antrag auf ein temporäres Visa auf Einwanderung als Rentner. Sowas hatten die in dieser Migration am Flughafen noch nie gehört. Der Beamte ging sogar zu seinem Vorgesetzten. Als er dann zurückkam meinte er nur das müsste ich in San Jose in der Migration beantragen. Also doch ein Eigangsstempel zum Touristenvisa welches ich eigentlich vermeiden wollte. Ich fragte noch den Beamten ob ich das Aufenthaltsvisa nur in San Jose beantragen könnte oder es auch in Puntarenas gehen würde wo wir uns ein Apartment gemietet hatten. Die Antwort darauf war: Nein so ein Antrag auf ein Aufenthaltsvisa könne man nur in San Jose beantragen und mann müsse zuerst alle geforderten Papiere zusammen abgeben und das es nicht möglich wäre die Dokumente nach und nach einzureichen.
Nun gut am Tag darauf fuhren wir mit dem Buss der direkt nach Puntarenas fuhr vom Bussbahnhof aus los und bezogen unser Appartment. In den nächsten Tagen darauf schauten wir uns in Puntarenas ein bischen um und kamen dabei zufällig an der Migration vorbei. Da ich die meisten Papiere mit mir führte ging ich hinein und fragte nach ob es möglich sei hier eine Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen, oder das nur in San Jose gehen würde. Die Antwort darauf war: natürlich ginge das hier in Puntarenas eine Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen ich müsse nur zuerst das Touristenvisum in ein Aufenthaltsvisum beantragen, welche die Kosten nun 200$ pro Person oder ca. 245000 Colonen wären. Die Beamten kann ich nur bestätigen waren super nett und Hilfsbereit in Puntarenas in der Migration. Aber ab diesem Zeitpunkt konnte ich sagen das viel Mist und Blödsinn erzählt wird in den ganzen Foren von den ganzen Spezialisten die den ganzen Tag nur scheisse erzählen und sowas auch beruflich machen. Ausser einig gute Leute die auch Ahnung haben von ihren eigenen Erlebnissen und Erfahrungen und die diese gerne Weitergeben. Und selbst bei den Botschaften und Konsulaten und bei der Migration am Flughafen. Alle zusammen haben keine Ahnung wie sich die Angelegenheit wirklich abspielt.Die am Flughafen sind sowieso nur für die Stempelchen da welches wohl ihre Lebensaufgabe ist, wozu mehr die auch nicht in der Lage sind. Die haben auch garnicht das Interesse die Leute richtig zu informieren selbst dann nicht wenn sie es wüssten.
Die einzigsten in Europa von denen ich eine ordentliche Auskunft bekommen habe, war die Costaricanische Botschaft in Berlin. Denn die haben mir sehr empfohlen für jedes staatliche Dokument eine Apostille zu besorgen mit Übersetzung, denn sonst bekommt man Probleme mit den Dokumenten in der Migration. Die Übersetzungen, kann man in Costa Rica machen lassen, welches auch billiger ist als in Europa. Aber ich kann es auch nur jedem empfehlen für jedes staatliche Dokument eine Apostille mit zu bringen. Man erspart sich damit Geld, Stress, und Nerven. Schon wie vorher angedeutet muss man in Puntarenas nicht alle Papiere auf einmal abgeben, man kann alles nach und nach einreichen. Je länger das nachreichen dauert desto länger dauert auch die Bearbeitung. Aber einmal schon einige Dokumente abgegeben und schon wird der Antrag angenommen und man braucht das Land nicht mehr zu verlassen.
Ich kann auch nur jedem empfehlen, der nach Costa Rica auswandern möchte die Landessprache gut genug zu beherschen.
Selbst Amerikaner haben hier so ihre Probleme sich auszudrücken. Und es wird gerne gesehen das man sich mühe gibt sich verständigen zu können. Dann kann ich auch noch bestätigen, das Costa Rica ein sehr teures Land ist um hier zu leben.
Die Menschen verdienen hier zwischen 300-700 Dollar und müssen davon alles bezahlen was fast nicht möglich ist.
Als Rentner muss nachgewiesen werden, das die monatliche Rente mindestens 1000$ beträgt. Nach meiner Einschätzung kostet der Lebensunterhalt für einen Europäer wenigstens 1500$. Mit 1000$ kommt hier kein Europäer klar. Als erstes werden die Ausländer viel übers Ohr gehauen. Und zweitens glaube ich kaum das ein Europäer in einem Tico Haus schlafen möchte.
Ein Bankkonto eröffnen ging am einfachsten Bei der BN Bank national
Die BCR Bank wollte unmögliche Sachen wie Aufenthaltsgenehmigung die inerhalb von 6 Monaten nicht zu bekommen ist.
Bei der BN Bank verlangte man nur ein Schreiben von deinen Vermieter, der dich kennt und dort auch ein konto bei der BN hat und du einen Reisepass besitzt. Das war alles. Ich hatte natürlich wieder Glück.
Der Bankangestellte war mein neuer Nachbar.
Beziehungen ist das halbe Leben.

Fazit in allem: Nichts aber auch garnichts glauben was andere erzählen. Alles selbst nachfragen. Jede Institution ist verschieden und selbst die Beamten hat jeder seine eigenen Vorstellungen.
Immer auf der Hut sein. Vor allem wenns ums Geld geht. Niemandem Vertrauen und nicht einmal wenn das eure eigene Mutter wäre mit der ihr euch unterhaltet.
Nicht mit Geldscheinen rumwedel oder golden Uhren , Ketten usw tragen in der Öffentlichkeit.

Dieses sind meine ersten Erfahrung der ersten Woche in Costa Rica. Vieleicht konnte ich einigen dabei helfen mehr zu erfahren.
Ach ja noch einige Sachen. Wer diesen Weg einschlägt sollte sich einen Termin besorgen beim Ministerium für öffentliche Sicherheit um Fingerabdrücke abnehmen zu lassen welche von der Migration verlangt werden.
https://www.seguridadpublica.go.cr/tram ... ellas.aspx
Dann noch bei der jeweiligen Botschaft in San Jose seinen neuen Wohnsitz registrieren lassen, welches auch verlangt wird von der Migration.
Wer sonst noch fragen hat einfach hier melden.

najas
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Registriert: Mi Jun 27, 2018 9:07 am

Re: Tipps zur Einwanderung als Rentner nach Costa Rica

Beitrag: #60432 najas
Sa Apr 06, 2019 1:34 pm

Meine neuesten Erkenntnisse sind, das ich nicht noch einmal eine Überweisung mit Monygram nach Costa Rica machen werde.
Die BCR Banken sind meisstens die Empfänger, aber die zahlen den Betrag nicht aus, weil man kein Kunde ist nach Auskunft dieser Bank. Man muss also Kunde sein um bei dieser Bank sein eigenes Geld zu bekommen.
Eine andere Sache ist, die Umschreibung eines Führerscheines. Im Internet steht soviel Blödsinn darüber das man nichts glauben kann.
Also als erstens: wer keine Aufenthaltsgenehmigung hat, macht auch keine Umschreibung seines Führerscheines. Wer weiterhin nach 3 Monaten Autofahren möchte, muss also nach 3 Monaten das Land verlassen und wieder Einreisen damit er wieder 3 Monate ein Fahrzeug führen kann. Eine Übersetzung ins Spanische ist natürlich auch eine Vorraussetzung.
Sollte eine Führerscheinklasse zeitlich begrenzt sein, wird diese Klasse natürlich nicht akzeptiert wenn diese abgelaufen ist.
Nach neuen Erfahrungen hier in Costa Rica veröffentliche ich mehr dazu.


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