Auswandern trotz Vorstrafe?!?!

alles, was nicht in die speziellen Länderrubriken paßt

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Siggi!
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Beitrag: #59243 Siggi!
So Okt 16, 2016 1:08 pm

Ich denke nicht, dass es darum geht, das Sammeln von Erfahrungen zu hindern.

Aber wir alle wissen, dass man es unterschiedlich schwer im Leben haben kann. Aufgewachsen in einem Entwicklungsland oder einer Industrienation sind die Chancen brutal unterschiedlich. Ich habe im Fraunhofer Institut mit den Akademikern aus aller Herren Länder zu tun gehabt. Die mussten erst einmal ein Studium in ihrem Land erfolgreich abschließen, bevor sie nur zum Studium in DE zugelassen wurden.

Selbst wenn das Kind Handwerker werden will, dann besser eine selbständige Tätigkeit in DE, als in UA. Ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis würde ich für Handwerker nie empfehlen, aber wenn es vom Hirn für die Selbständigkeit nicht reicht, dann hat ein überregulierter Sozialstaat zweifelsohne seine Vorteile.

Wer will schon freiwillig sein Kind unter schlechteren Startbedingungen aufwachsen sehen?

Wenn ich mir vorstellen würde, ich hätte nur Kunden in UA, mein Leben würde deutlich anders aussehen. Dort leben kann man ja, aber das Einkommen sollte am besten aus der Schweiz kommen, da dort die Stundensätze am höchsten sind. Das macht Sinn: Minimierung der Kosten bei Maximierung der Einkünfte. Aber doch nicht Einkommen und Kosten minimieren!

Gruß
Siggi

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Sascha Blodau
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Beitrag: #59251 Sascha Blodau
So Okt 16, 2016 6:44 pm

Ecuador hat ja seit einigen Jahen einen ziemlich hohen Mindestlohn. http://www.meinquito.de/mindestlohn-in-ecuador/

Ich kenne Beispielsweise jemanden, der als Wachman bei einer Bank arbeitet, er bekommt sogar noch einen Hunderter über dem Mindestlohn.
Das währe schon mal ein Land, wo man von ganz normaler Arbeit leben könnte.
Alles was du brauchst, kommt im richtigen Moment zu dir. Sei geduldig.

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Siggi!
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Re: Kinder, Kinder

Beitrag: #59252 Siggi!
So Okt 16, 2016 7:06 pm

orly hat geschrieben:Hast Du dir mal den Mindeslohn in Mexiko angesehen

Es geht mir nicht um den Lohn, aber alles andere ist entsprechend. Ausnahmen bilden die wirklich großen Metropolen. Das ist ein Problem für mich, denn ich will "Kühe" und keine Millionenstädte! Wo Kühe sind (d.h. schon in Kleinstädten mit 10000 Einwohnern), wird es brutal ärmlich. Richtig brutal. Der Stadt/Land Unterschied ist enorm! Ein Krankenhaus in einer Kleinstadt will man nie von innen sehen. Die Schulen sind so wie Dorfschulen in DE vor vielen Jahrzehnten.

orly hat geschrieben:Ausserdem machen sich Kinder generell weniger Gedanken um ihr späteres Einkommen. Sind ja noch Kinder!

Sicher, Kinder akzeptieren jedes Umfeld. Müssen sie ja auch, haben sie doch keinen Vergleich. Darum müssen die Eltern vorausschauend handeln, wenn sie es denn können und wollen.

@Sascha
Es geht doch nicht nur darum, ob man leben kann oder wie groß das Auto ist, was man sich leisten kann.

Ich hatte bildungsmäßig gute Startchancen, obwohl meine Eltern ganz einfache und nicht begüterte Leute waren. Da liegt DE ganz klar um Längen vor UA. Ausnahmen: Die exklusiven Privatschulen in den Metropolen von UA sollen gut sein, aber das nutzt nichts, wenn man diese Orte Hunderte von Kilometern entfernt sind. Bevor ich in eine Millionenstadt in UA ziehe, nehme ich lieber ein Dorf in Westeuropa, so ca. 10-20km von einer ordentlichen Stadt (aber keiner Metropole) entfernt.

Gruß
Siggi

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Sascha Blodau
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Beitrag: #59253 Sascha Blodau
Mo Okt 17, 2016 8:45 am

In der Zeit als wir in Bolivien waren haben wir unsere Kinder ja auch auf die deutsche Schule, in La Paz, geschickt.
Das war sehr gut, aber eben auch ein großer Kostenfaktor.
Alles was du brauchst, kommt im richtigen Moment zu dir. Sei geduldig.

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Siggi!
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Beitrag: #59254 Siggi!
Mo Okt 17, 2016 9:00 am

Eine deutsche Schule gibt es in UA nur in Kiew. Die Krim ist davon rund 1000km weit entfernt.

Kiew fühlt sich an, wie ein Teil eines anderen Landes. Die Lebenshaltungskosten sind erheblich (durchaus teurer als in einer bayerischen Kleinstadt, aber bei weitem nicht mehr so schlimm, wie vor der Krise, als es teurer als München war), Verkehrschaos und Smog gehören dazu, eine hohe Kriminalitätsrate gibt es als kostenfreie Beigabe. Am Meer liegt Kiew auch nicht und in einem milden Klima schon dreimal nicht. Alles Verschlechterungen gegenüber der Krim.

Unter solchen Bedingungen verstehe ich, warum die Leute zurück nach DE gehen. Die Alternative wären die ukrainischen Schulen am Wohnort gewesen.

Gruß
Siggi

weltfahrer
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Beitrag: #59297 weltfahrer
Sa Okt 29, 2016 6:03 pm

arnego2 hat geschrieben:Tja auch wenn es die Deutsch Justiz als nicht so schwerwiegend ansieht; die Amerikaner sehen das wohl etwas anders und haben ihre eigenen Richtlinien.


Ja, so ist es. Jedes Land hat seine eigenen Richtlinien. Und bei Steuerdingen verstehen die Amerikaner keinen Spass.

Vielleicht ist die Übersetzung von mir auch nicht gewählt. Vielleicht passt besonders verwerfliche Straftat besser.

Auswandern099
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Re: Auswandern trotz Vorstrafe?!?!

Beitrag: #59769 Auswandern099
So Sep 24, 2017 11:55 pm

Also soweit ich weiß bevor man in die Länder einreisen möchte , muss davor ein befragungsbogen ausfüllen, indem auch gefragt wird um mein schon vorbestraft wurde oder nicht...

Sollte man mit nein beantworten (lügen) und es kommt raus das man gelogen hat , dann sehen die Chancen viel viel schlechter aus


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